Jamal Musiala
FC Bayern München
Nach Gnabry-Aus: Musiala gewinnt an Bedeutung

Robin Meise

Beim FC Bayern München verschiebt sich nach der schweren Verletzung von Serge Gnabry der Fokus in der Offensive. Der Flügelspieler fällt mit einem Adduktorenabriss aus – und damit rückt Jamal Musiala noch stärker in den Mittelpunkt.

Der 23-Jährige hatte selbst eine lange Pause hinter sich, nachdem ihn ein Wadenbeinbruch über Monate außer Gefecht gesetzt hatte. In den vergangenen Wochen fand Musiala jedoch zunehmend zurück zu alter Form und zeigte bereits wieder starke Ansätze.

Kompany sieht positiven Effekt


Cheftrainer Vincent Kompany sieht in der aktuellen Konstellation trotz des Ausfalls auch eine Chance. „Natürlich ist es für uns schade, dass Serge jetzt nicht mehr da ist“, erklärte der Coach mit Blick auf Gnabry, der „eine tolle Saison“ gespielt habe.

Gleichzeitig hob Kompany die Entwicklung von Musiala hervor: „Was auf jeden Fall was bringt, ist, dass Jamal gerade in dieser Phase jetzt wieder kommt.“ Der Offensivspieler gewinne zunehmend an Sicherheit und finde zurück zu seiner gewohnten Freiheit auf dem Platz.

Vertrauen statt Druck


Kompany machte jedoch deutlich, dass Musiala nicht sofort die gesamte Last tragen soll: „Ich kann jetzt nicht schon den ganzen Druck auf Jamal abladen. Ich glaube, das wäre nicht fair.“

Dennoch sind die Erwartungen klar formuliert. Wenn der 23-Jährige seinen aktuellen Trend fortsetzt, könne er eine zentrale Rolle einnehmen: „Trotzdem glaube ich, dass wir schon was erwarten können von seinen Leistungen, wenn er so weitermacht.“

Wichtige Spiele stehen an


Auf den FC Bayern warten nun entscheidende Partien: Zunächst steht das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayer 04 Leverkusen (Mittwoch, 20:45 Uhr) an, ehe es in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15:30 Uhr) zur Sache geht. Im Anschluss wartet in der Königsklasse das Hinspiel im Halbfinale gegen den Paris Saint-Germain FC (28. April, 21:00 Uhr).

Mit Musiala in aufsteigender Form soll der Ausfall von Gnabry aufgefangen werden – auch wenn klar ist, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden muss.