Jannik Vestergaard
1. Bundesliga
"Fühlt sich am wohlsten im Zetrum"

Kristian Dordevic

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Die letzten beiden Pflichtspiele haben bei Borussia Mönchengladbach für etwas Ernüchterung gesorgt. Im Ligaspiel gegen Freiburg (1:3) am vergangenen Samstag gab das Team von Trainer André Schubert eine Führung noch aus der Hand gegeben, fünf Tage später musste man sich den in allen Belangen überlegenen Citizens aus Manchester mit 0:4 geschlagen geben. Das bevorstehende Duell mit Werder Bremen (Samstag, 18:30 Uhr) bietet für die Fohlen die Gelegenheit, wieder einen positiveren Kurs einzuschlagen.

Für Jannik Vestergaard wäre es gewiss ein besonderes Spiel, hat er an der Weser in den letzten eineinhalb Jahren doch einen enormen Schritt gemacht und die Gladbacher Führung davon überzeugt, für seine Verpflichtung tief in die Tasche zu greifen. In der Anfangsformation wird mit dem dänischen Hünen am Sonnabend indes nicht zu rechnen sein.

Vestergaard stand bislang nur im Pokalspiel gegen SV Drochtersen/Assel in der Startelf, wurde ansonsten wettbewerbsübergreifend viermal eingewechselt. Auf der Pressekonferenz vor dem Bremen-Spiel hat Coach Schubert auf Nachfrage Stellung zur Situation seines neuen Schützlings bezogen.

"Jannik fühlt sich am wohlsten im Zentrum", so die nicht sonderlich überraschende Feststellung des 45-Jährige. Er könne zwar "auch über die Dreierkette außen spielen, aber das ist etwas, was er bisher noch nicht so oft gemacht hat." In der Dreimannabwehr, auf die Schubert bisher gesetzt hat, gibt es eben nur einen zentralen Posten – und dieser ist von Andreas Christensen übernommen worden.

Vestergaards Landsmann, seines Zeichens Leihgabe des FC Chelsea, ist seit der letzten Saison der Abwehrchef am Niederrhein, um dessen feste Verpflichtung sich der Klub intensiv bemüht und auch bereit ist, den nächsten Rekordtransfer in der Vereinsgeschichte zu tätigen.

Ungeachtet des Umstands, dass Christensen zur Kategorie Stammspieler gehört, geht es allerdings auch darum, dass Vestergaard sich an Spieler und System zu gewöhnen hat. Es gehe dabei um Abstimmungsgeschichten und Laufwege, so Schubert.

Zudem komme es bei der Aufstellung jeweils "auch auf den Gegner an". Und dass in den ersten Partien auf die Dreierkette gesetzt wurde, heiße nicht, "dass wir nicht mal mit Viererkette spielen können". In einer solchen könnten Vestergaard und Christensen dann, wie in der dänischen Nationalmannschaft, das teils herbeigesehnte Innenverteidigerduo bilden.