Mittelfeldakteur Jens Stage stand am Sonntag beim Trainingsauftakt des SV Werder Bremen voll im Fokus. Obwohl der Däne vor Wochen öffentlich Wechselgedanken geäußert hat, zeigte er auf dem Rasen vollen Einsatz. Cheftrainer Daniel Thioune positionierte sich nach der ersten Einheit am Osterdeich klar an der Seite seines treffsichersten Spielers der vergangenen zwei Jahre.
„Wenn dieser Spieler kein Commitment mehr zu Werder hat, dann weiß ich auch nicht“, wird Thioune von der DeichStube zitiert. Der Übungsleiter ergänzte mit Blick auf die Einheit und die weitere Zukunftsplanung: „Er war der Spieler, den ich kenne und den ich auch in der kommenden Saison gerne in meinem Team hätte.“ Zwar hatte sich die Spur zur TSG Hoffenheim zuletzt abgekühlt, ein Verbleib des 29-Jährigen ist trotz der lobenden Worte des Trainers aber keineswegs gesichert.
Werder Bremen bleibt auf Transfereinnahmen angewiesen
Das liegt vor allem an den wirtschaftlichen Zwängen der Bremer. Da das generierte Plus durch den rund 15 Millionen Euro teuren Abgang von Mio Backhaus noch in das vorherige Geschäftsjahr fiel, herrscht am Osterdeich weiterhin Verkaufszwang. Neben Stage gelten auch Karim Coulibaly und Justin Njinmah als potenzielle Kandidaten, um Geld in die Kassen zu spülen.
„Ich würde Jens natürlich sehr gerne hierbehalten, weil er ein sehr wichtiger Spieler für uns ist. Es ist aber auch so, dass wir Transfereinnahmen generieren müssen“, untermauerte Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz das bestehende Dilemma. Für Coach Thioune zählt bis zu einer endgültigen Entscheidung im laufenden Transferfenster ohnehin nur das Hier und Jetzt: „Am Ende muss er selbst entscheiden, was für ihn wichtig und richtig ist (...) Ich habe die Erwartungshaltung, dass jemand Leistung anbietet, wenn er bei uns unter Vertrag steht.“