Klauss
1. Bundesliga
Ab August bei den Hoffen­heim-Profis eingeplant?

Kristian Dordevic

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So wie einst Joelinton? Das dürften sich die Verantwortlichen der TSG Hoffenheim im Fall von João Klauss de Mello – kurz: Klauss – gewiss erhoffen. Und der bisherige Werdegang des 23-Jährigen ähnelt durchaus dem des eingangs genannten, heutigen England-Profis. Die Kraichgauer sollen nunmehr den Gedanken hegen, ihn ins Bundesligateam einzubauen.


Klauss spielte schon unter Oliver Glasner

2017 aus seiner brasilianischen Heimat nach Hoffenheim gewechselt, verabschiedete sich Klauss nach sieben Einsätzen für die Zweitvertretung vorübergehend wieder. Zunächst in Richtung Finnland, wo er als Leihspieler in 42 Partien für den HJK Helsinki 30 Scorerpunkte erzielte.

Anfang 2019 ging es nach Österreich, wieder leihweise. Das erste Halbjahr beim Linzer ASK unter dem heutigen Wolfsburg-Coach Oliver Glasner verlief in puncto Einsatzzeiten zufriedenstellend (16 Pflichtspiele, 4 Tore). In der Folgesaison 2019/20 dann der Durchbruch:

Der Mittelstürmer knipste in 45 Pflichtspielen 20-mal, bereite obendrein vier Treffer seiner Kollegen vor. Spielpraxis (und Tore) sammelte er dabei auch in der Champions-League-Qualifikation und in der Europa League.


Heranführung an die Bundesliga

Nach einem Bericht des "kicker" sieht Hoffenheim nun die Zeit gekommen, dass sich Klauss (Vertrag bis 2022) bei den TSG-Profis bewährt. Die Saison in Österreich und auch die Ausleihe ins Alpenland wurden wegen der Corona-Pandemie bis Ende Juli verlängert; ab August soll dann die Integration des 1,90 Meter großen Torjägers erfolgen.

Um auf den Spuren von Joelinton zu bleiben, ist sicher noch einiges an Arbeit nötig. Der gleichaltrige Landsmann schoss sich in seiner ersten richtigen Bundesliga-Saison auf den Zettel von Newcastle United und brachte Hoffenheim sodann eine Ablöse von über 40 Millionen Euro ein.