Bei Borussia Dortmund rückt Jobe Bellingham zunehmend in den Fokus. Trainer Niko Kovač attestierte dem 20-jährigen Mittelfeldspieler vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den FC St. Pauli eine sehr positive Entwicklung und stellte ihm für die Rückrunde weitere Einsatzzeiten in Aussicht.
Kovač verwies dabei auf die sichtbaren Fortschritte seit Saisonbeginn. Der Engländer sei aus einer anderen Intensität gekommen (zweite englische Liga) und habe Zeit gebraucht, um sich an das höhere Tempo und die anspruchsvollen Räume in der Bundesliga zu gewöhnen. „Nach drei, vier Monaten hat er richtig gute Schritte gemacht“, so der BVB-Coach, der vor allem die körperliche Entwicklung hervorhob. Balltechnisch habe Bellingham ohnehin immer viel mitgebracht.
Die Anpassung an das Spiel in engen Räumen sei ein zentraler Punkt gewesen. In der Bundesliga gebe es kaum Zeit zum Handeln, erklärte Kovač, doch genau hier habe Bellingham dazugelernt. Das zeigte sich zuletzt auch bei seinem Kurzeinsatz gegen Werder Bremen, als er mit einem aggressiven Pressingmoment das 3:0 einleitete.
Für die kommenden Wochen könnte sich daraus eine neue Chance ergeben. Bellingham stand in dieser Saison zehnmal in der Startelf und kam ansonsten so gut wie immer (Ausnahme: zwei Spiele Rot-Sperre) als Joker zum Zuge. Durch den Winter-Abgang von Pascal Groß und den kurzfristigen Ausfall von Marcel Sabitzer (Wadenprobleme) ist die Tür im Mittelfeld nun offener denn je.
Kovač machte deutlich, dass er dem Youngster weiterhin vertraut: Bellingham werde in der Rückserie „sicherlich genauso viele gute Minuten machen wie in der Hinserie“. Der Trainer betonte abschließend: „Er macht Riesenfortschritte – ich bin sehr zufrieden und happy, dass wir ihn haben.“