Jonathan Burkardt
1. FSV Mainz 05
Burkardt hat „riesige Schritte nach vorne gemacht“

Robin Meise

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Jonathan Burkardt ist aktuell in aller Munde. Der 21-jährige Stürmer des 1. FSV Mainz 05 hat zwar bereits in der Vergangenheit immer wieder gute Ansätze gezeigt, die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Kasten ging ihm aber noch ab.

Nun scheint der Offensivmann regelrecht zu explodieren. Satte fünf Tore und zwei Vorlagen gingen in den vergangenen fünf Pflichtpartien auf sein Konto – eine überragende Bilanz für den U21-Nationalspieler.

„Jeder sieht, dass Johnny im Moment eine gute Phase hat. Vieles in seinem Spiel stimmt. Für mich war klar, dass das kommen wird. Die Frage war nur: wann?“, erklärte Cheftrainer Bo Svensson am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Aufeinandertreffen mit Gladbach.

„Als ich hierher zurückkam, habe ich einen Spieler wahrgenommen, der sich weiterentwickelt hat, seine Tore aber noch nicht geschossen hat. Das war das einzige, was ihm noch gefehlt hat“, schilderte Svensson, der das „große Potential“ bei Burkardt schon erkannte, als der Angreifer „15, 16 Jahre alt war“.

Im Profigeschäft geht es aber nicht nur um die spielerische Klasse. Um sich letztendlich durchsetzen zu können, muss das Gesamtpaket passen. „Sein Thema war immer der mentale Aspekt und die Persönlichkeitsentwicklung. Da hat er riesige Schritte nach vorne gemacht. Die Entwicklung ist aber noch nicht zu Ende.“


Schnelles Sturm-Duo aus Burkardt und Onisiwo „ist eine Waffe“

Die Mainzer sind mit Ádám Szalai, Marcus Ingvartsen, Karim Onisiwo und Burkardt im letzten Drittel breit und vielseitig aufgestellt. Zuletzt erhielten die beiden Letztgenannten regelmäßig das Vertrauen, von Beginn an zu spielen.

„Mit ihrer Schnelligkeit sind sie eine Waffe“, gab Svensson gegenüber dem kicker zu Protokoll. Szalai und Ingvartsen sind nach Angaben des Trainers eher Spieler, „die lieber den Ball am Fuß“ haben und weniger über die Geschwindigkeit kommen.

Je nach Gegner kann Svensson also verschiedene Konstellationen aufbieten und im taktischen Bereich flexibel agieren. Aktuell führt aber kaum ein Weg am Erfolgsduo Burkardt und Onisiwo vorbei. Auch im Duell mit Mönchengladbach werden die beiden am Freitag voraussichtlich starten.