Jonathan Burkardt
Eintracht Frankfurt
Riera hält sich bei Burkardt bedeckt

Robin Meise

Jonathan Burkardt steht bei Eintracht Frankfurt vor dem Duell mit seinem Ex-Klub 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15:30 Uhr) im Fokus – ein Startelfeinsatz ist jedoch nicht garantiert. Cheftrainer Albert Riera ließ sich auf der Pressekonferenz nicht in die Karten schauen.

„Name, Pass, Alter – das spielt keine Rolle“, stellte der Coach klar. Vielmehr gehe es um die Anforderungen des Spiels: „Ich prüfe, welche Charakteristiken wir gegen Mainz brauchen.“ Burkardt bringe dabei ein anderes Profil mit als etwa Younes Ebnoutalib oder Arnaud Kalimuendo. Die Entscheidung hänge davon ab, „wie ich mir das Spiel vorstelle – wie ich dem Gegner wehtun kann“.

Burkardt selbst war zuletzt gegen Heidenheim nicht in der Startelf und kam in der Schlussphase als Joker, was laut Riera jedoch keine leistungsbezogenen Gründe hatte: „Es liegt nicht daran, dass sie nicht gut trainieren.“ Ob der 25-Jährige gegen seinen Ex-Klub von Beginn an aufläuft, ließ der Trainer bewusst offen: „Ich kann nicht sagen, ob er spielt oder nicht.“

Systemfrage bleibt offen


Auch taktisch hält sich Riera mehrere Optionen offen. Grundsätzlich bevorzugt der Coach ein System mit nur einer Spitze – vor allem aus Gründen der Balance. „Nur weil man mit mehr Stürmern spielt, heißt das nicht, dass man mehr Tore schießt“, erklärte er.

Dennoch wurde in der letzten Woche damit begonnen, ein System mit zwei Angreifern einzustudieren. „Aber mit der Roten Karte von Robin Koch war es nicht der Moment, damit zu spielen. Aber wir sind bereit“, betonte Riera, schränkte zugleich jedoch ein: „Wenn du mit zwei Stürmern spielst und den Ball verlierst, hast du in der ersten Reaktion einen Spieler weniger zum Verteidigen.“

Damit bleibt sowohl die Personalie Burkardt als auch die Systemfrage vor dem Mainz-Spiel offen. Klar ist jedoch: Der Angreifer bringt ein Profil mit, das gegen seinen Ex-Klub durchaus gefragt sein könnte. „Alles hat Vor- und Nachteile“, so Riera …