Jovan Milošević
SV Werder Bremen
Miloše­vić-Ein­satz bei Werder wackelt bedenklich

Bennet Stark

Beim SV Werder Bremen steht hinter dem Einsatz von Jovan Milošević weiter ein dickes Fragezeichen. Der im Winter vom VfB Stuttgart ausgeliehene Mittelstürmer hat in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainiert.

Wie Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz am Freitag erklärte, leidet der 20-Jährige weiterhin unter starken Schmerzen, nachdem er am vergangenen Wochenende unglücklich auf den Rücken gefallen war. „Er ist letztes Wochenende sehr böse auf den Rücken geknallt und hat immer noch unfassbare Schmerzen“, so der Coach.

Bislang sei noch unklar, ob Milošević überhaupt wieder belastet werden kann. „Bis heute hat er noch nicht trainiert. Ich weiß noch gar nicht, ob wir ihn schon ein bisschen aufbelasten können.“ Eine endgültige Entscheidung über einen möglichen Einsatz beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Union Berlin (Sonntag) soll erst kurzfristig fallen.

Topp als naheliegende Lösung


Thioune hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. Im besten Fall wolle man den Angreifer zunächst mit nach Berlin nehmen und erst am Spieltag entscheiden. „Spätestens am Sonntagnachmittag werden wir entscheiden, ob er einsatzfähig ist oder nicht“, erklärte der Trainer. Ein Startelfeinsatz wirkt aktuell jedoch eher unwahrscheinlich.

Sollte Milošević ausfallen, wäre im aktuellen 4-3-3-System Keke Topp die naheliegende Option für die Sturmspitze. Der 21-Jährige habe zuletzt im Training einen engagierten Eindruck hinterlassen. Zudem verwies Thioune auf einen starken Joker-Auftritt: Topp habe „sehr viele Bälle festgemacht“, wodurch auch das zweite Tor vorbereitet worden sei.

Allerdings behält sich der Coach noch andere Varianten vor. Justin Njinmah könnte ebenfalls eine Rolle spielen, allerdings kommt der Angreifer gerade erst aus einer Krankheit. „Da müssen wir sehen, wie viele Minuten er spielen kann“, sagte Thioune.

Auch taktische Anpassungen sind denkbar. So erinnerte der Trainer an eine frühere Lösung mit Romano Schmid als falscher Neun. Welche Variante Werder letztlich wählt, dürfte sich erst kurzfristig entscheiden.