Jovan Milošević
SV Werder Bremen
Milošević mit Bewer­bungsschrei­ben für Thioune

Robin Meise

Jovan Milošević macht beim SV Werder Bremen mit Leistung auf sich aufmerksam – und das vor allem in der Rolle, die Coach Daniel Thioune laut Angaben der DeichStube klar umrissen hat: „Die des Torschützen im besten Fall.“ Genau darin liege „seine höchste Qualität“, die der 20-Jährige zuletzt eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Nach seinem zweiten Jokertor wird die Diskussion um mehr Spielzeit lauter. Zwischen Trainer und Spieler gebe es dabei keinerlei Spannungen. „Da steht nichts zwischen mir und Jovan“, betonte Thioune. Vielmehr habe er das Gefühl gehabt, „dass er ein Stück weit mehr Unbekümmertheit hat als alle anderen“. Zuletzt habe der Matchplan allerdings nicht immer für einen frühen Einsatz gesprochen.

Gegen St. Pauli setzte Thioune zunächst auf Marco Grüll, um „mit der Verlässlichkeit gegen den Ball zu arbeiten“ und den Gegner besser zu kontrollieren. „Da war es keine falsche Entscheidung“, stellte der Coach klar. Gleichzeitig sei es in der Folge „eine deutlich bessere Entscheidung für die Mannschaft, Milošević auf den Platz zu bringen“.

Der Angreifer habe verstanden, worauf es ankommt: „Er muss ein Stück weit geduldig sein und dann zeigen, dass die Entscheidung falsch ist, ihn zu lange draußen zu lassen.“ Genau das sei ihm gelungen. „Sein Wink war gut. Es war das zweite Jokertor und er war nach der Einwechslung sofort da. Besser kann man kein Bewerbungsschreiben abgeben.“

Vor dem enorm wichtigen Spiel gegen den 1. FC Heidenheim im Kampf um den Klassenerhalt dürfte Milošević damit ernsthaft ein Kandidat für die Startelf sein. Seine Argumente hat er geliefert.