Jovan Milošević benötigt beim SV Werder Bremen noch etwas Anlaufzeit, könnte aber recht schnell eine Option – zumindest von der Bank aus – werden. Das machte Cheftrainer Horst Steffen auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20:30 Uhr) deutlich.
Der 20-jährige Neuzugang hinterließ in der ersten kurzen Trainingseinheit einen positiven Eindruck. Steffen beschrieb Milošević als offenen, mannschaftsdienlichen Typen, der zugleich die nötige Portion Egoismus vor dem Tor mitbringt. Genau dieses Profil soll dem Werder-Spiel helfen: ein Angreifer, der Verantwortung im Abschluss übernimmt, sich aber auch ins Teamgefüge einordnet.
Trotz der kurzen Eingewöhnungszeit hält Steffen einen Kaderplatz bereits für realistisch. Milošević habe bis Dezember (als Leihspieler für FK Partizan) regelmäßig gespielt und sei körperlich „voll im Saft“. Entsprechend sei es „durchaus möglich“, ihn mitzunehmen – auch Einsatzminuten schloss der Coach nicht aus. Eine zuletzt thematisierte Handverletzung stellt dabei kein Hindernis dar: Mit Manschette trainiert der Stürmer ohne Einschränkungen.
„Wir müssen ihn sicherlich ankommen lassen“
Fußballerisch traut Steffen dem Neuzugang einiges zu. Milošević könne abschließen, sich in den Zwischenräumen bewegen, Tiefe belaufen und bringe zudem ein solides Kopfballspiel sowie gute Technik mit. Er wisse, „in welchen Räumen er sich aufzuhalten hat“ – ein klassisches Mittelstürmerprofil also.
Wie schnell Milošević vollständig ins System integriert wird, bleibt offen. Nach nur einer kurzen Einheit, bei der eher Standards als Taktik einstudiert wurden, sei eine fundierte Bewertung noch schwierig. „Wir müssen ihn sicherlich ankommen lassen. Freitag wissen wir dann schon mal ein bisschen mehr. Das sollten wir ihm gönnen“, so Steffen.
Werder will Milošević die nötige Zeit geben. Gleichzeitig deutet sich an, dass der Angreifer schon kurzfristig Teil des Bundesliga-Alltags werden könnte.