Jovan Milošević
VfB Stuttgart
Wer­der-Rückkehr von Milošević wohl kein Thema mehr

Robin Meise

Eine Rückkehr von Jovan Milošević zu Werder Bremen wird vermutlich ausbleiben. Nachdem zuletzt noch über ein erneutes Engagement spekuliert worden war, deutet inzwischen vieles darauf hin, dass der Stürmer nicht an die Weser zurückkehren wird. Der Verein selbst lässt durchblicken, warum das so ist.

„Er hatte einen guten Start, dann hat ihn die Verletzung (anhaltende Rückenprobleme) ausgebremst. Wir wissen, was er kann“, erklärte Werders Profi-Chef Peter Niemeyer laut BILD. Gleichzeitig machte der 42-Jährige deutlich, warum ein neuer Anlauf aktuell unwahrscheinlich ist: „Es ist Jovans Wunsch, nicht mehr verliehen zu werden. Das wurde uns klar mitgeteilt.“

Stuttgart will Milošević nicht verschenken


Milošević war in der Rückrunde auf Leihbasis für Werder aufgelaufen und hatte dort durchaus Eindruck hinterlassen. Der serbische Angreifer kam auf mehrere wichtige Treffer, wurde jedoch immer wieder von kleineren Rückschlägen und Verletzungen ausgebremst.

Grundsätzlich sollen die Bremer weiterhin von den Qualitäten des Stürmers überzeugt sein. Ein fester Transfer gilt dennoch als schwierig, weil der VfB Stuttgart den bis 2029 gebundenen Offensivspieler nicht unter Wert abgeben möchte. Werder wiederum soll nicht bereit sein, die geforderte Millionensumme zu zahlen. Damit bleibt die Zukunft des 20-Jährigen, der in Stuttgart auch keine Perspektive hat, offen.

Milošević spricht über schwierige Leih-Jahre


Der Angreifer selbst deutete zuletzt bereits an, dass er seine Zukunft kritisch hinterfragt. In einem Interview mit Mozzart Sport sprach Milošević vor ein paar Tagen offen darüber, wie belastend die vergangenen Jahre als Leihspieler teilweise gewesen seien.

„Das ist eine Menge, wirklich eine Menge“, sagte der Stürmer mit Blick auf seine bisherigen Stationen bei St. Gallen, Partizan Belgrad und Werder Bremen. Besonders deutlich wurde Milošević bei der Beschreibung seiner persönlichen Situation als Leihspieler: „Sobald sich der ganze Trubel gelegt hat, ist man immer der Erste, der für Fehler büßen musste“, erklärte der serbische Nationalspieler.

Entsprechend könnte der Sommer nun tatsächlich für einen sportlichen Wandel stehen. „Vielleicht ist es Zeit für einen Neuanfang. Vielleicht ein anderes Land, eine andere Liga – alles ist möglich“, sagte Milošević.

Gleichzeitig blickte der Angreifer insgesamt dennoch positiv auf seine Zeit in Bremen zurück. Unter anderem verwies er auf seine ersten Erfahrungen in der Bundesliga und die wichtige Spielpraxis in einer der stärksten Ligen Europas.