Justin Njinmah
SV Werder Bremen
Thioune arbeitet mit Njinmah an Chan­cenverwer­tung

Robin Meise

Justin Njinmah bleibt beim SV Werder Bremen ein Spieler mit großem Potenzial – aber auch mit einer weiterhin auffälligen Abschlussschwäche. Beim 0:1 gegen die TSG Hoffenheim sorgte der Angreifer erneut für viel Tempo und zahlreiche gefährliche Aktionen, ließ allerdings mehrere hochkarätige Möglichkeiten ungenutzt.

Besonders bitter aus Werder-Sicht: Trotz früher Unterzahl erspielten sich die Bremer immer wieder gefährliche Umschaltsituationen – häufig eingeleitet durch Njinmahs Dynamik. Mit einem Topwert von 35,8 km/h war der 25-Jährige sogar der schnellste Spieler des gesamten Bundesliga-Spieltags.

Cheftrainer Daniel Thioune hob diese Qualitäten ausdrücklich hervor. „Mit seinem Tempo hat er viele Räume für uns aufgerissen“, erklärte der Coach laut der DeichStube.

Thioune fordert mehr Effizienz


Gleichzeitig machte Thioune aber auch deutlich, dass die mangelnde Chancenverwertung des Offensivspielers nicht dauerhaft folgenlos bleiben dürfe.

„Der Junge macht das nicht absichtlich“, stellte der Werder-Trainer zunächst klar. Dennoch befinde man sich „im leistungsorientierten Fußball“, weshalb man erwarten dürfe, „dass man viele Kontersituationen besser und sauberer abschließt“.

Besonders störte Thioune dabei die fehlende Konsequenz im letzten Drittel. „Im Offensivbereich haben wir unser Potenzial nicht ausreichend ausgeschöpft“, erklärte der 51-Jährige.

Werder gibt Hoffnung bei Njinmah nicht auf


Trotz der anhaltenden Kritik glaubt man bei Werder weiterhin an die Qualitäten des Angreifers. Thioune machte deutlich, dass der Klub weiter intensiv mit Njinmah arbeiten wolle.

„Wir dürfen seine Chancenverwertung nicht einfach so akzeptieren, sondern müssen mit ihm arbeiten“, betonte der Coach. Möglicherweise spiele dabei auch der Kopf eine Rolle. „Vielleicht hat er zu viel Kopfkino, das ihn blockiert“, sagte Thioune.

Die grundsätzlichen Fähigkeiten stellt beim Bundesligisten niemand infrage. „Dass Justin Tore schießen kann, hat er schon nachgewiesen“, erklärte Thioune. Nun gehe es darum, den Knoten zu lösen.