Keke Topp
SV Werder Bremen
„Einfach“ bleiben: Thiounes Rat für mehr Topp-Impact

Kristian Dordevic

Keke Topp hat beim SV Werder Bremen gegenwärtig eine große Chance, sich aufzudrängen und im Idealfall zu etablieren. Ungeachtet der Qualitäten, die er ins Spiel bringt, muss der Stürmer dafür aber noch einige Schritte gehen. Trainer Daniel Thioune beleuchtete am Freitag die Lage.
 
Beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin war für Topp bereits zur Halbzeit Schluss. Vor dem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 15:30 Uhr) erklärte Thioune zunächst den Hintergrund seiner Maßnahme.
 
Der Angreifer war zuvor verwarnt worden, weshalb der Coach kein Risiko eingehen wollte. „Das größte Problem wäre gewesen, wenn wir auch nur noch zehn Spieler auf dem Platz gehabt hätten“, sagte er mit Blick auf eine mögliche Gelb-Rote Karte und auf den Umstand, dass es auf Berliner Seite früh einen Platzverweis gab..
 

Physis als wichtige Stärke


Unabhängig davon sieht der Trainer im 21-Jährigen weiterhin Verbesserungspotenzial. Mit jungen Spielern müsse man Geduld haben und ihnen Vertrauen schenken. „Ich hatte gestern von ihm wieder einen guten Eindruck im Training“, berichtete Thioune.
 
Gerade die körperliche Präsenz unterscheide Topp von anderen Optionen im Kader. Zwar könne Werder auch mit Marco Grüll oder Justin Njinmah im Sturmzentrum spielen, doch beide verfügten nicht über die Physis des klassischen Mittelstürmers. Thioune merkte allerdings an, dass auch Einwechslungen von Bedeutung sind und dies eine Überlegung sei.
 
Zuletzt tat Bremen ein typischer Mittelstürmer in der Spitze anscheinend gut. Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Jovan Milošević dürfte Topp daher erneut eine wichtige Rolle einnehmen. „Unsere Personalsituation ist vielleicht nicht so berauschend, dass wir die Neun permanent auswechseln können“, erklärte Thioune.
 

Entwicklung noch nicht abgeschlossen


Gleichzeitig arbeitet der Trainer mit dem Stürmer an Details seines Spiels. Topp treffe aktuell „noch nicht immer die richtige Entscheidung“ und reagiere in manchen Situationen „ein, zwei Sekunden zu spät“.
 
Das sei Teil eines Lernprozesses. „Es ist meine Traineraufgabe, mit ihm zu arbeiten“, betonte Thioune. Wichtig sei, dass Topp in seinem Spiel „einfach“ bleibe und häufiger den Ball kontrolliere, statt ihn direkt mit einem Kontakt weiterzuleiten.
 
Der Coach ist überzeugt, dass sich die Geduld auszahlen wird: „Wir werden noch Freude an ihm haben.“