Keke Topp
SV Werder Bremen
Trotz Rücken­de­ckung: Pause für Topp?

Robin Meise

Keke Topp steckt beim SV Werder Bremen aktuell in einer schwierigen Phase. Der 21-jährige Stürmer blieb beim 0:2 gegen den 1. FSV Mainz 05 erneut blass und wurde – wie schon in der Vorwoche – zur Halbzeit ausgewechselt.

Trotz ausbleibender Wirkung und zunehmender Unruhe auf den Rängen stellt sich Trainer Daniel Thioune demonstrativ vor seinen Angreifer. „Er genießt maximalen Schutz von uns als Verein und mir als Trainer“, betonte der Coach laut der DeichStube. Man müsse „wirklich vorsichtig sein, dass wir den Jungen jetzt nicht zu kritisch sehen“.

Dabei ist auch dem Trainer bewusst, dass Topp aktuell hinter den Erwartungen zurückbleibt. Zwar habe er im Training überzeugt und sei deshalb gegen Mainz von Beginn an aufgelaufen, im Spiel selbst habe es jedoch mehr gebraucht als nur das Binden der gegnerischen Dreierkette.

Mögliche Pause als nächster Schritt


Thioune erklärte, dass die Rolle Topps auch aus der personellen Situation heraus entstanden sei. Gerade in Abwesenheit von Jovan Milošević fehlt den Bremern derzeit Durchschlagskraft im Sturmzentrum. „Uns fehlt Power auf der Neunerposition“, so der Trainer, der jedoch klarstellte, dass die offensive Harmlosigkeit nicht allein am 21-Jährigen festzumachen sei.

Dennoch könnte Topp in der kommenden Partie beim VfL Wolfsburg zunächst wieder auf der Bank Platz nehmen. Thioune deutete an, seinem Stürmer bewusst eine Pause geben zu wollen: „Keke muss den nächsten Schritt gehen, aber wichtig ist, dass wir den Jungen auch ein bisschen atmen lassen.“

Für die Entwicklung des Youngsters sieht der Coach vor allem das Umfeld als entscheidend an. In einem stabilen Mannschaftsgefüge könnten junge Spieler ihr Potenzial leichter abrufen – ein Faktor, der aktuell beim SV Werder Bremen nur bedingt gegeben ist.