Mit Kenny Quetant kann der SV Werder Bremen frühzeitig einen Neuzugang für die kommende Saison verbuchen. Als echte Soforthilfe ist er womöglich jedoch eher nicht angedacht, soll stattdessen behutsam aufgebaut werden. Trainer Daniel Thioune machte im Gespräch mit der DeichStube deutlich, dass der junge Angreifer nach seinem ablösefreien Wechsel vom Le Havre AC vor allem Zeit zur Entwicklung bekommen soll.
„Für mich sind junge Spieler erstmal Potenzialspieler“, erklärte der Werder-Coach mit Blick auf den 19-jährigen Angreifer. Die Erwartungen an Quetant seien bewusst langfristig angelegt. „Wenn ein Quetant einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet hätte, dann wäre die Erwartungshaltung natürlich sofort eine ganz andere.“
Zugleich hob Thioune die Qualitäten des Franzosen hervor. Quetant bringe „spannende Voraussetzungen“ mit und sei „nicht der klassische Neuner, der nur Bälle festmacht“, sondern vielmehr „ein sehr beweglicher Offensivspieler“.
Werder setzt auf Entwicklung
Beim SV Werder Bremen ist man sich bewusst, dass der junge Stürmer nach seinem Wechsel aus Frankreich zunächst Eingewöhnungszeit benötigen wird. „Die Spieler kommen in ein neues Land, in ein neues Umfeld. Da braucht es Zeit“, sagte Thioune und verwies dabei auf ähnliche Erfahrungen mit Samuel Mbangula.
Quetant kommt zur neuen Saison ablösefrei vom Le Havre AC an den Osterdeich. In der vergangenen Saison absolvierte der 1,89 Meter große Offensivspieler neun Einsätze in der Ligue 1 und erzielte dabei ein Tor.