Der VfL Wolfsburg kann im Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15:30 Uhr) bereits auf Neuzugang Kento Shiogai zurückgreifen. Trainer Daniel Bauer machte auf der Pressekonferenz am Donnerstag deutlich, dass der 20-jährige Angreifer schon eine Option für den Kader darstellt – auch wenn beim Japaner grundsätzlich noch Geduld gefragt ist.
Bauer zeigte sich mit den ersten Eindrücken zufrieden, verwies aber zugleich auf notwendige Anpassungsprozesse. „Kento hat sich gut präsentiert in den ersten Einheiten. Da müssen wir aber an der Sprache noch ein bisschen arbeiten“, erklärte der Coach. Insgesamt hinterlasse Shiogai wenige Tage nach seinem Wechsel jedoch „einen total positiven Eindruck“ und werde „auch schon eine Option sein in Richtung Mainz“.
Klare Neun – mit vielseitigem Profil
Inhaltlich ordnet Bauer den Offensivmann prinzipiell eindeutig ein, lässt ihm aber zugleich mehrere Einsatzmöglichkeiten offen. „Von Hause aus ist er wirklich ein klarer Neuner, auch wenn er jetzt kein Gardemaß hat. Er hat andere Qualitäten, die ihn auf der Neun besonders machen“, so der Wolfsburger Trainer. Gleichzeitig betonte Bauer, dass Shiogai Zeit brauche, um Abläufe und System zu verinnerlichen: „Das wird definitiv ein Stück weit Zeit brauchen, die wir ihm auch geben.“
Langfristig sieht Bauer den Neuzugang dennoch variabel einsetzbar. „Ich sehe ihn in der Offensive polyvalent. Es kann auch gut sein, dass er auf einer anderen Position in der offensiven Reihe zum Einsatz kommt – auf dem Flügel, hängend oder als zweite Spitze“, erklärte der Coach. Genau diese Vielseitigkeit sei ein entscheidender Faktor bei der Verpflichtung gewesen.
Für den kommenden Spieltag gilt damit: Shiogai ist bereits ein Kandidat, soll aber behutsam an den Bundesliga-Alltag herangeführt werden.