Kento Shiogai
VfL Wolfsburg
Shiogai überzeugt durch Fleiß – patzt aber taktisch

Lukas Heyer

Licht und Schatten beim Startelfdebüt: Kento Shiogai durfte bei der knappen 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund erstmals von Beginn an für den VfL Wolfsburg auflaufen. Trainer Daniel Bauer zog auf der Pressekonferenz nach der Partie ein gemischtes, aber tendenziell wohlwollendes Fazit über den 20-jährigen Japaner.

Der Trainer lobte vor allem die Arbeitsrate und die Mentalität des Winterneuzugangs: „Kento war extrem fleißig.“ Dieser Übereifer führte jedoch in der ersten Halbzeit zu taktischen Problemen. Da Shiogai „eher dazu geneigt ist, mal zu viel zu machen“, verließ er häufig seine Position im tiefen Abwehrblock, was Räume für den Gegner öffnete.

Zudem kritisierte der Coach einige „leichte Ballverluste“, die auf Bundesliga-Niveau sofort bestraft würden. Dennoch betonte er: „Gutes Startelfdebüt. Er muss noch lernen.“ Die Anfängerfehler dürfte Bauer dem Neuzugang allerdings noch verziehen haben. Unterm Strich fällt das Fazit des Coaches dementsprechend eher positiv aus.