Konstantin Rausch
1. Bundesliga
Russland in Zukunft eine Option

Finn Wagner

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Auch wenn er in den vergangenen beiden Bundesligapartien außen vor war, weil Kollege Tobias Kempe als Flügelpartner von Marcel Heller den Vortritt bekam, kann Konstantin Rausch von sich behaupten, seine Karriere in Darmstadt erfolgreich neu angekurbelt zu haben. An den ersten 13 Spieltagen gehörte der 25-Jährige immer der Anfangsformation der Lilien an, erzielte dabei ein Tor selbst und bereitete vier weitere Treffer vor ("kicker"-Notenschnitt: 3,58).

Möglicherweise winkt dem sich im Aufwind befindlichen Außenbahnspieler bald sogar eine Berufung in die Nationalmannschaft – die russische, wohlgemerkt. "Ich habe in diesem Jahr den russischen Pass erhalten", ließ Rausch kürzlich in der Sportzeitung "Sowetski Sport" wissen, dass er nun die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt. Zudem bestehe Kontakt zu einigen Leuten im russischen Verband. Dass Russlands Nationalcoach Leonid Slutskiy sich bereits bei ihm gemeldet habe, dementierte er hingegen.

Gebürtig stammt Rausch aus der ehemaligen Sowjetunion (* 15.03.1990 in Koschewnikowo). Mit seiner Familie zog er später nach Deutschland, wo er ab Anfang 2005 in der Nachwuchsabteilung von Hannover 96 eine Fußballausbildung genoss und in der Folge zum Profi aufstieg. Für die Juniorenjahrgänge des DFB spielte der Offensivmann 51-mal, eine Berufung in die A-Nationalmannschaft blieb demgegenüber aus.

Somit steht einer Einladung zum russischen Team nichts im Wege, zumindest formell. Der Darmstädter kann sich sogar einen Vereinswechsel nach Russland vorstellen. "Ich schließe nicht aus, irgendwann in der russischen Liga zu spielen", so Rausch laut "kicker". Dies sei auch ein Grund gewesen, weshalb er den russischen Pass beantragt habe. Sein Vertrag bei den Südhessen läuft im Sommer 2016 aus.