Ryan Sessegnon
1. Bundesliga
Hoeneß äußert sich zur Entscheidung zwischen Sessegnon und John

Jan Klinkenborg

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Im Vergleich zum 2:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg gab es am Sonntag beim Baden-Württemberg-Duell gegen den VfB Stuttgart bei den Hoffenheimern nur eine Änderung: Ryan Sessegnon startete auf der linken Seite anstelle von Marco John. Der Plan ging allerdings nicht ganz auf, da der Engländer eine schwache Leistung darbot (LigaInsider-Note: 5,0) und die TSG mit 0:2 verlor. Auf der Pressekonferenz nach der Partie musste sich Trainer Sebastian Hoeneß entsprechend erklären.

Im Nachhinein sei es hypothetisch, zu fragen, ob der Wechsel ein Fehler gewesen wäre. Das Trainerteam hat sich für „Ryan entschieden, weil er eine gute Trainingswoche hatte. Er hatte auch schon ganz gute Einwechslungen. Er war wieder auf einem guten Weg gewesen.“

Zudem musste John in den vergangenen Begegnungen jeweils früh ausgewechselt werden (67. und 53. Minute), da ihm die Frische gefehlt habe. „Und deswegen war das aus unserer Sicht ein logischer Wechsel“, bekräftigte der Trainer. Dennoch musste Hoeneß zugeben, dass Sessegnon nicht seinen besten Tag erwischt hat: „Ich denke auch, dass Ryan gerade beim ersten Tor leider nicht so gut aussah.“

Der Trainer gab zwar zu, dass Gegenspieler Silas Wamangituka nicht „ganz so einfach zu verteidigen“ sei, dennoch müsste er „mit ihm darüber sprechen“. Aber: Ob der personelle Wechsel „im Nachhinein ein Fehler war, ist immer schwierig zu sagen.“


Wahl zwischen Sessegnon und John: „Die Leistung bestimmt darüber“

Zusätzlich ist John derzeit mit dem Abitur beschäftigt, was die fehlende Frische erklären könnte. Das ist jedoch nur ein Faktor bei der Frage, ob auf der linken Seite wieder gewechselt wird. „Grundsätzlich ist das Abitur natürlich wichtig, das ist doch klar. Andererseits wird's von der Trainingswoche abhängig sein, was er für einen Eindruck macht“, so Hoeneß.

Und weiter: „Die Leistung bestimmt darüber, wer spielt. Und wenn er die Leistung bringt und wir das Gefühl haben, dass er alles gut händelt, dann kann es gut sein, dass er wieder spielt.“ Zwingend ist ein personeller Austausch aber nicht, denn Sessegnon ist nur wegen des schlechten Spiels nicht automatisch abgeschrieben.

„Genauso aber auch Ryan, wenn er eine gute Trainingswoche abliefert. Also: Die Leistung bestimmt am Ende darüber, wer in der Startelf steht“, lässt sich Hoeneß am gestrigen Sonntag noch offen, wer am kommenden Wochenende gegen den 1. FSV Mainz 05 (Sonntag, 13:30 Uhr) von Anfang an auf dem Rasen stehen wird.


Sessegnon vs. John: Wen seht ihr vorne?