Beim 1:2 des FC St. Pauli gegen den 1. FSV Mainz 05 rückte nach Abpfiff vor allem die Situation um Lars Ritzka in den Fokus. Der Linksverteidiger hatte sich in der ersten Halbzeit mehrfach an den Rücken gefasst, spielte den Durchgang aber zunächst zu Ende. Zur Pause reagierte Trainer Alexander Blessin und nahm ihn vom Feld – für ihn kam Adam Dźwigała in die Partie (46.).
Auf der Pressekonferenz erklärte Blessin die Hintergründe und stellte klar, dass die Beschwerden keinen sofortigen Wechsel erforderlich machten: „Im Nachgang kann man immer sagen, dass man früher hätte reagieren können. Er hat sich nach 20, 25 Minuten kurz an den Rücken gefasst, aber gleichzeitig signalisiert, dass es weitergeht. Er hat einen guten Speed – und wir nehmen ihn nicht nach den ersten zwei Fehlern direkt raus, so ein Trainer bin ich nicht. Fehler darf er bei uns machen. Es geht darum, sich dann freizuschwimmen und sich in dem Moment zu wehren.“
Die Entscheidung zur Auswechslung fiel dennoch bewusst zur Pause: „Deshalb kam die Auswechslung trotzdem – und zum richtigen Zeitpunkt. Wir haben die Situation gesehen und entsprechend gehandelt.“
Demnach wurde Ritzka mit leichten Rückenproblemen ausgewechselt, die ihn zwar begleiteten, ihn aber nicht daran hinderten, die erste Hälfte zu absolvieren.