Lars Stindl
1. Bundesliga
"Ich versuche überall meine Qualitäten ein­zubrin­gen"

Floppo

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Im ersten der beiden abschließenden Testspiele zwischen Borussia Mönchengladbach und dem SC Freiburg (2:1) wurde Lars Stindl von Cheftrainer Marco Rose hinter den Spitzen als Zehner eingesetzt. Der Mannschaftskapitän agierte dabei als Dreh- und Angelpunkt und wusste durchaus zu überzeugen.

So konnte der Routinier beispielsweise den Treffer zur 1:0-Führung von Alassane Pléa in der 49. Minute vorbereiten. "Ich versuche überall meine Qualitäten einzubringen und gerade auf dieser Position bin ich viel im Spiel und in vielen Szenen dabei, bekomme viele Bälle und versuche einige Dinge zu kreieren. Damit kann ich mich gut anfreunden", bilanzierte Stindl gegenüber der "Rheinische Post".

Nachdem der 31-Jährige zu Beginn der Vorbereitung krankheitsbedingt kürzertreten musste, kam er in der Begegnung mit den Breisgauern allerdings nur für eine gute Stunde zum Zug: "Das war eine geplante Vorsichtsmaßnahme, auch wenn ich bereit bin, über die vollen 90 Minuten zu gehen." Trainer Rose bescheinigte seinem Schützling anschließend eine gute Leistung: "Lars hat es gut gemacht, das war eine ordentliche Partie von ihm".

Im Verlauf der Hinrunde setzte der Coach den ehemaligen Nationalspieler häufig im Sturm ein, doch so richtig warm wurde er auf dieser Position nicht. Gegen die wuchtigen Angreifer Breel Embolo, Alassane Pléa und Marcus Thuram hatte der flexibel einsetzbare Offensivakteur zudem in den meisten Fällen das Nachsehen, weshalb er in dieser Saison im Ligabetrieb noch keinen Einsatz über die volle Distanz verbuchen konnte.

Aber auch der Rückstand nach seiner schweren Verletzung (Schienbeinbruch), welche ihn für über fünf Monate außer Gefecht setzte, war sicherlich ein ausschlaggebender Punkt für die eher geringen Einsatzzeiten im ersten Saisonabschnitt. Die ersten sechs Ligaspiele verpasste er dadurch komplett.

Nun könnte der Mannschaftskapitän mit Blick auf die Rückrunde in der Zentrale möglicherweise wieder zu einem festen Bestandteil der Startformation werden.


Stindl hakt die Nationalmannschaft ab

Das Thema Nationalmannschaft hat Stindl derweil zu den Akten gelegt. "Ich kann das schon sehr realistisch einschätzen", gab er laut "SID" zu Protokoll. "Dass ich mich damals so kurz vor der Weltmeisterschaft verletzt habe, das war schon ein herber Schlag".

Kurz vor dem Großturnier in Russland (2018), bei dem er gute Chancen auf eine Berufung hatte, erlitt er eine Syndesmoseverletzung.

"Die Generation, die jetzt dran ist, hat eine sehr gute Möglichkeit, eine erfolgreiche EM und auch eine gute WM zu spielen", sagte der elfmalige Nationalspieler abschließend.