Leon Avdullahu hat sich bei der TSG Hoffenheim zu einem zentralen Stabilitätsfaktor entwickelt. Der defensive Zugewinn der Mannschaft von Trainer Christian Ilzer spiegelt sich dabei auch in den Gegentor-Zahlen wider: Nach 68 Gegentreffern in der Vorsaison steuert die TSG aktuell auf einen deutlich niedrigeren Wert zu – nach 20 Spieltagen sind es aktuell lediglich 23.
Wie auch der kicker herausarbeitete, lag der Schlüssel zur defensiven Neuausrichtung in einer klaren Erkenntnis. Manager Andreas Schicker bestätigt: „Unsere Analyse nach der vergangenen Saison hat ergeben, dass wir eine Holding Six brauchen, Die haben wir mit Leon Avdullahu gefunden. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, der auch immer wieder die Lücken in der Viererkette auffüllt“.
Diese Rolle nimmt Avdullahu inzwischen konsequent ein – und das von Beginn an. Seit seinem Wechsel vom FC Basel stand der 21-Jährige in jedem Pflichtspiel in der Startformation. Als tiefer Anker vor der Abwehr schließt er zuverlässig den Zehnerraum und sorgt für mehr Balance im Zentrum – ein klarer Unterschied zur Vorsaison, in der auf der Doppelsechs meist spielstarke Achter-Typen eingesetzt wurden.
Bereits in Basel Baustein zum Erfolg
Neben seiner taktischen Disziplin überzeugt Avdullahu auch über seine Lauf- und Zweikampfstärke. Mit durchschnittlich 11,94 Kilometern pro Partie zählt er zu den laufstärksten Spielern der Bundesliga. Gleichzeitig zeigt er ein gutes Gespür dafür, wann er aggressiv herausrücken oder sich zur Absicherung in die letzte Linie fallen lassen muss – Qualitäten, die sich im Saisonverlauf weiter geschärft haben.
Ilzer verwies zuletzt auf Nachfrage von LigaInsider auch auf Avdullahus Erfahrung aus Zeiten des FC Basel in der Schweizer Super League. „Es ist nie schlecht, wenn Spieler fester Bestandteil einer Meistermannschaft waren, egal in welcher Liga“, erklärte der Coach. Avdullahu sei in Basel nicht zufällig gesetzt gewesen, sondern habe sich dort „auch aufgrund seiner Charakterzüge“ durchgesetzt. Nun sei er erneut Teil einer erfolgreichen Mannschaft.
Der Eindruck passt zum Gesamtbild: Holding Six gesucht, Holding Six gefunden. Avdullahu steht sinnbildlich für den defensiven Wandel der TSG Hoffenheim – und für die gewonnene Stabilität im Spiel gegen den Ball.