Beim FC St. Pauli sorgte die Startelf im Heimspiel gegen RB Leipzig (1:1) für eine kleine Überraschung. Stammspieler Louis Oppie fand sich auf der Bank wieder, stattdessen begann Arkadiusz Pyrka auf der linken Abwehrseite. Rechts verteidigte Manolis Saliakas erstmals seit längerer Zeit wieder von Beginn an.
Cheftrainer Alexander Blessin erklärte die Entscheidung nach der Partie mit mehreren Faktoren. Zum einen habe Pyrka in den vergangenen Wochen „überragend“ gearbeitet, zum anderen bringe der 23-Jährige das passende Profil mit. Pyrka habe sowohl bei seinem vorherigen Verein als auch in der Nationalmannschaft bereits auf der linken Schiene gespielt und könne als Rechtsfuß auf dieser Seite im Aufbau gezielt Bälle hinter die gegnerische Kette spielen.
Auch defensive Aspekte spielten eine Rolle. Blessin verwies auf die Zweikampfstärke des Polen, der gemeinsam mit Manolis Saliakas viel Energie eingebracht und zahlreiche wichtige Duelle für sich entschieden habe. Gerade gegen das Leipziger Tempo sei das ein wichtiger Punkt gewesen.
Für Louis Oppie bedeutete die Maßnahme keine grundsätzliche Degradierung. Vielmehr handelte es sich um eine situative Entscheidung, bei der Blessin auf ein bestimmtes Match-up setzte. Die Konkurrenz auf den Außenbahnen ist damit neu belebt – und St. Pauli verfügt über zusätzliche Flexibilität für die kommenden Aufgaben.