Luis Díaz
FC Bayern München
Bayern ohne Erfolg: Díaz-Sperre bleibt bestehen

Robin Meise

Luis Díaz muss nach seinem Platzverweis im Bundesliga-Spiel des FC Bayern München bei Bayer 04 Leverkusen wie erwartet eine Sperre absitzen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Einspruch des Rekordmeisters gegen die Gelb-Rote Karte des 29-jährigen Flügelspielers verworfen.

Damit bleibt die automatische Sperre von einem Meisterschaftsspiel bestehen. Die Münchner hatten versucht, gegen den Platzverweis vorzugehen, konnten das Sportgericht jedoch nicht überzeugen.

DFB-Richter Stephan Oberholz erklärte die Entscheidung damit, dass Schiedsrichter Christian Dingert die Situation im Spiel als Schwalbe bewertet hatte. Nach seiner Wahrnehmung sei Díaz im Sprint in den Strafraum ohne Einwirkung des gegnerischen Torhüters abgehoben. Zwar habe Dingert erst nachträglich auf den TV-Bildern einen Kontakt am Fuß gesehen, dennoch habe der Bayern-Profi zuvor selbst den Kontakt gesucht.

Tatsachenentscheidung nicht eindeutig falsch


Für eine nachträgliche Korrektur reichte das jedoch nicht aus. Laut Oberholz handele es sich um eine sogenannte Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters, die nur aufgehoben werden könne, wenn sie „gravierend, offenkundig und ohne jeden Zweifel objektiv unrichtig“ sei.

Das sei in diesem Fall nicht gegeben gewesen. Zwar hätte die Entscheidung unter Berücksichtigung der Fernsehbilder möglicherweise anders ausfallen können, für die sportgerichtliche Bewertung sei das jedoch nicht entscheidend.

Díaz war in der 84. Minute der Partie gegen Leverkusen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt worden, nachdem Dingert sein Verhalten im Strafraum als unsportliche Schwalbe gewertet hatte. Entsprechend muss der Offensivspieler nun ein Bundesliga-Spiel pausieren. Als nächster Gegner wartet der 1. FC Union Berlin auf die Süddeutschen.