Bitterer Nachmittag für Lukas Ullrich. Bei der knappen Niederlage gegen RB Leipzig (0:1) erlebte der Linksverteidiger einen persönlichen Rückschlag: Trainer Eugen Polanski nahm den 22-Jährigen bereits nach gut einer halben Stunde (33. Minute) vom Feld und ersetzte ihn durch Hugo Bolin. Eine rein sportliche Maßnahme.
Ullrich, der nach längerer Zeit mal wieder von Beginn an ran durfte, fand gegen die individuelle Klasse der Leipziger Flügelspieler zu keinem Zeitpunkt in die Spur. „Ulle hatte deutlich Probleme auf außen gegen seinen Gegenspieler. Da sind zu viele Aktionen mit zu vielen klaren Durchbrüchen gewesen, ohne dass wir Körperkontakt hatten“, analysierte Polanski auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Aufbauhilfe statt Kritik
Trotz der harten Entscheidung pro Mannschaftserfolg bemühte sich Polanski sogleich um Schadensbegrenzung beim Selbstvertrauen des Talents. „Man muss die Kirche im Dorf lassen. Er ist ein junger Spieler, der extrem viel lernen muss und länger nicht von Anfang an gespielt hat“, so der Gladbach-Coach. Die Qualität des Gegners sei zudem „außergewöhnlich gut“ gewesen.
Für Ullrich gilt es nun, diesen Auftritt schnell abzuhaken. Polanski versicherte, dass die frühe Auswechslung keine langfristigen Konsequenzen für den Status des Verteidigers haben werde: „Es bleibt nichts hängen. Wir werden ihn mit Sicherheit aufbauen. Er ist ein guter Junge, der uns noch extrem wichtige Spiele liefern wird.“