Manuel Riemann
VfL Bochum
Reis vollen Lobes: Riemann ist „eine Waffe, die wir haben“

Ali Nikkhouy

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Das Spiel zwischen dem VfL Bochum und der TSG Hoffenheim (2:1) wird Manuel Riemann nicht so schnell vergessen: Beide Treffer seines Teamkollegen Takuma Asano entstanden durch seine langen Bälle, wodurch er auch das erste Mal in seiner Karriere in der Bundesliga eine direkte Torbeteiligung markieren konnte. Auch seinem Trainer Thomas Reis sind diese spielerischen Qualitäten bereits bekannt.

„Er hat schon oft erwähnt, dass er auch Vorlagen geben kann. Das wusste ich und er ist fußballerisch mit einer der stärksten der Liga. Das ist natürlich auch eine Waffe die wir haben, weil wir nicht alles immer spielerisch lösen können. Sprich von hinten raus spielen, da fehlt manchmal ein bisschen die Ruhe. Ich finde, dass wir das heute trotzdem ganz ordentlich gelöst haben und wenn man dann mit Manu noch einen gefühlten elften Feldspieler auf dem Platz hat, ist das immer sehr hilfreich, wenn er die Bälle auf den Punkt bekommt. Es ist auch gut, so das Pressing des Gegners zu überspielen und das war ausschlaggebend, dass wir die eine oder andere Aktion nach vorne starten konnten.“

Auf die Frage, ob Riemann durch seine spielerischen Argumente für Hansi Flick auch eine Option in der Nationalmannschaft darstellen sollte, reagiert Reis verhalten: „In Deutschland gibt es sehr viele gute Torhüter. Es ist sein erstes Jahr in der Bundesliga und andere Torhüter, beispielsweise Oliver Baumann bei unserem Gegner, zeigen in dieser Liga seit vielen Jahren ihre Klasse. Wir bleiben auf dem Teppich und wollen einfach die Liga halten, alles andere ist sowieso nicht meine Entscheidung. Ich glaube, es ist ein bisschen zu früh, über solche Themen zu reden. Es gibt viele gute Torhüter, aber wir haben natürlich auch einen davon.“