Marco Grüll
SV Werder Bremen
Rotation? Grüll für Werder auch ohne Scorer wichtig

Robin Meise

Beim SV Werder Bremen genießt Marco Grüll trotz zuletzt überschaubarer Erträge weiterhin das Vertrauen des Trainers. Vor dem Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim (Dienstag, 20:30 Uhr) nahm Cheftrainer Horst Steffen den 27-jährigen Linksaußen ausdrücklich in Schutz.

Steffen verwies auf eine „Grundkonstanz“ in Grülls Auftritten. Auch wenn diese nicht immer mit Toren oder Vorlagen einhergehe, seien Ordnung, Struktur und Einsatzbereitschaft des Österreichers konstant auf hohem Niveau. „Da kann man nicht klagen“, so der Werder-Coach. Eine bewusste Pause schloss er dennoch nicht aus – insbesondere mit Blick auf die Englische Woche.

Rotation als Option – aber nicht um jeden Preis


Ob die aktuelle Belastung Anlass für Veränderungen ist, ließ Steffen offen. Eine Rotation könne „eine Gelegenheit“ sein, sei aber kein Automatismus. Zugleich machte der Trainer deutlich, dass Neuzugang Jovan Milošević perspektivisch auch von Beginn an spielen werde, sobald der Zeitpunkt gekommen sei. Gleiches gilt für Samuel Mbangula, der ebenfalls als Alternative infrage kommt.

Unabhängig davon sprach Steffen von einer „zwanghaften Rotation“. Verletzungen und Sperren schränkten die personellen Möglichkeiten ohnehin ein. Änderungen allein um der Rotation willen seien jedoch nicht geplant. „Zwangsläufig eine Änderung zu machen, ist nicht meine Idee, wenn sich die Jungs gut fühlen und eine ordentliche Leistung in Leverkusen gebracht haben“, verriet Steffen am Montag.

Für Grüll bedeutet das: Sein Stammplatz ist nicht unantastbar, doch seine Rolle im Bremer System bleibt stabil. Ob er gegen Hoffenheim von Beginn an aufläuft oder zunächst eine Verschnaufpause erhält, hängt letztlich von der Gesamtsituation ab – nicht von einem grundsätzlichen Leistungsabfall.