Beim 1. FC Union Berlin hat sich Marin Ljubičić zuletzt eindrucksvoll in Erinnerung gebracht. Der 23-jährige Angreifer erzielte sowohl gegen den 1. FSV Mainz 05 als auch beim 1:1 gegen den FC Augsburg jeweils als Joker späte Treffer – und könnte damit die bisherigen Planungen noch einmal verändern.
Eigentlich war vorgesehen, Ljubičić in diesem Winter zu verleihen, um ihm andernorts regelmäßige Spielpraxis zu ermöglichen. Entsprechende Gedankenspiele hatte es intern bereits gegeben, was auch das Interesse mehrerer Klubs erklärte. Laut Sky-Informationen buhlt beispielsweise der FC Schalke 04 um den Offensivspieler. Nach den jüngsten Erfolgserlebnissen ist die Situation jedoch neu zu bewerten.
Cheftrainer Steffen Baumgart bestätigte nach dem Augsburg-Spiel, dass Ljubičić noch vor zwei Spieltagen ein klarer Leihkandidat gewesen sei. Gleichzeitig betonte er, dass die jüngsten Tore kein Zufall seien, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Ljubičić habe sich die Treffer „verdient und erarbeitet“ und gezeigt, dass er bis zur letzten Minute voll da sei – ein klares Zeichen für seine Professionalität.
Ob Union Berlin den Joker nach wie vor abgeben möchte, ließ Baumgart offen. Die Entscheidung werde intern besprochen, anschließend werde man sehen, welcher Weg eingeschlagen wird. Klar ist: Mit seinen Jokertoren hat Ljubičić starke Argumente geliefert, die ursprünglichen Pläne zumindest noch einmal zu überdenken.