Auf dem linken Augsburger Außenposten musste Trainer Manuel Baum vor dem Heimsieg gegen den FC St. Pauli (2:1) umdisponieren: Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Stamm-Linksverteidiger Dimitrios Giannoulis (Oberschenkelprobleme) rückte Marius Wolf in die Startelf – und erhielt damit den Vorzug vor dem gelernten Linksverteidiger Mads Pedersen.
Baum begründete diese „fußverkehrte“ Entscheidung auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vor allem mit der aktuellen Form und der enormen Routine des 30-Jährigen. „Immer wenn Marius reingekommen ist, hat er es toll gemacht“, lobte der Coach. Da Wolf in seiner Karriere bereits hunderte Bundesliga-Spiele bestritten hat, wollte Baum in der Drucksituation nicht auf diese Erfahrung verzichten.
Taktisch gab es zwar in der ersten Halbzeit Abstimmungsprobleme, da Wolf in der breiten Dreierkette zunächst zu hoch agierte, doch Baum nahm diesen taktischen Fauxpas auf sich und räumte Wolf keine Schuld ein. Nach einer Justierung in der Pause zeigte sich der Trainer „echt zufrieden“ mit der Leistung seines Schützlings auf der ungewohnten linken Seite.