Der designierte Neuzugang Martin Adeline stand am Montagnachmittag noch nicht mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz des Hamburger SV, da die offizielle Verkündung des Transfers aussteht. Dennoch blickt Trainer Merlin Polzin der ersten Einheit des 22-jährigen Franzosen, die laut der Hamburger Morgenpost für Dienstag angesetzt ist, bereits mit großer Vorfreude entgegen. Für eine Basisablöse von 4 Millionen Euro wechselt der Mittelfeldakteur von ES Troyes AC an die Elbe.
Polzin, der sich schon seit einigen Wochen im Austausch mit dem Neuzugang befindet, zeichnet ein klares Profil des variablen Offensivspielers: „Er ist ein Junge, der im Mittelfeld überall eigentlich flexibel einsetzbar ist, der über sehr viel Intensität verfügt, der trotzdem aber auch viel Tiefgang hat.“ Neben dem nötigen Tempo bringe der Rechtsfuß zudem eine große „Lust am Laufen“ mit, was ideal in das Hamburger System passe. Wo genau Adeline seinen Platz finden wird, sollen die nächsten Tage zeigen. Der Trainer ist sich jedenfalls sicher: „Fest steht, dass er etwas mitbringt, was wir noch nicht haben.“
Ein Platz im Kader bleibt für Fábio Vieira reserviert
Ein Eins-zu-eins-Nachfolger für den letztjährigen Leihspieler Fábio Vieira soll Adeline im Volkspark aber ausdrücklich nicht sein. „Er ist kein Fábio-Ersatz, auf gar keinen Fall“, stellt Polzin im Bericht der Hamburger Morgenpost unmissverständlich klar und verweist auf Vieiras nachgewiesene Klasse in der Premier League und der Champions League.
Die Hoffnungen auf eine dauerhafte Verpflichtung des 26-jährigen Portugiesen vom Arsenal FC sind beim HSV daher keineswegs begraben. Der Klub peilt ein finanzielles Gesamtpaket im hohen einstelligen Millionenbereich an und spekuliert auf einen Transfer im August, sollte bis dahin kein anderes Angebot für den Portugiesen eingehen.
Der Druck auf der Baustelle im kreativen Mittelfeld ist durch die Ankunft von Adeline, der am Montag erfolgreich seinen Medizincheck absolvierte, fürs Erste genommen. Dennoch betont Polzin vielsagend: „Wir halten auf jeden Fall noch einen Platz frei.“