Martin Ödegaard
1. Bundesliga
"Für uns ein in­te­ressan­ter Spieler"

Kristian Dordevic

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Er ist erst 20 Jahre alt und doch liegt sein Debüt in der norwegischen A-Nationalmannschaft bereits rund fünf Jahre zurück. Als Wunderkind gefeiert, verschlug es Martin Ödegaard 2015 in die Spitze Europas zu Real Madrid. Seither ist er darum bemüht, seine Entwicklung voranzutreiben und das nötige Niveau für die Königlichen zu erreichen, zuletzt mit Spielpraxis bei anderen Klubs. Demnächst womöglich sogar in Deutschland?

Ödegaard soll – unter anderem laut "Bild"-Informationen – bei Bayer Leverkusen auf der Kandidatenliste stehen. Vonseiten des Werksklubs wird in Person von Simon Rolfes jetzt auch bestätigt, dass man das Offensivjuwel auf dem Schirm hat: "Er ist für uns ein interessanter Spieler", gibt der Sportdirektor zu Protokoll.

"El Larguero", ein Sportprogramm des Radiosenders "Cadena SER", vermeldete kürzlich, dass Ödegaard sogar ein "sehr bedeutsames Angebot" der Rheinländer vorliegen habe.


Ödegaard will den nächsten Schritt machen

Dass er Madrid nach zwei Leihstationen in den Niederlanden (SC Heerenveen und Vitesse Arnheim) erneut vorübergehend verlassen möchte, bringt der Spieler selbst derweil gegenüber der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" zum Ausdruck.

Er wünsche sich noch ein bisschen mehr Kontinuität, spricht von einer zweijährigen Ausleihe oder von einem Verkauf mit Rückkaufoption. "Ich werde den Verein verlassen und es wird in einigen Wochen geklärt sein", so Ödegaard.

In puncto Wechselziel lässt er sich alles offen. "Ich weiß, da sind einige Klubs, die interessiert sind", sein Berater werde sich darum kümmern. Wichtig sei es, zu einem Team zu kommen, in dem er spielen und sich weiterentwickeln kann. Nach dem Leihjahr in Arnheim (39 Pflichtspiele – 23 Scorerpunkte) soll der kommende Transfer einen nächsten Schritt darstellen. Im Gespräch war zuletzt vor allem Ajax Amsterdam.

Langfristig hat es Ödegaard gleichwohl darauf abgesehen, bei Real Madrid unterzukommen, wo sein Vertrag aktuell noch bis 2021 gilt. In zwei oder drei Jahren in der Profimannschaft der Spanier zu landen, ist "mindestens das Hauptziel". Momentan sieht er dafür, insbesondere angesichts der Transferoffensive der Madrilenen in diesem Sommer, nur äußerst geringe Chancen.