Mathias Rasmussen
FC St. Pauli
Rasmussen heizt Kon­kur­renzkampf sofort an

Kristian Dordevic

Beim FC St. Pauli könnte Neuzugang Mathias Rasmussen schnell eine Rolle spielen. Cheftrainer Alexander Blessin hat vor dem Nachholspiel gegen RB Leipzig (Dienstag, 20:30 Uhr) betont, dass der erst am Wochenende verpflichtete Mittelfeldspieler bereits eine ernsthafte Option für den Spieltagskader ist.
 
Blessin beschrieb Rasmussen als variabel einsetzbaren Akteur für mehrere Positionen im Zentrum. Der Norweger könne „von der Sechs oder Acht bis zur Zehn“ spielen, bewege sich sehr gut im Raum und zeichne sich durch Ballsicherheit, saubere erste Kontakte sowie ein gutes Auge für Mitspieler aus. Zudem verfüge er über Tiefenläufe und bringe auch gegen den Ball Qualitäten mit, um im Verbund Ballgewinne zu erzielen.
 
Hintergrund der Verpflichtung sei vor allem der Wunsch nach mehr Flexibilität gewesen. Blessin verwies auf die angespannte Personallage im Mittelfeld und darauf, dass man sich bereits im Vorjahr mit Rasmussen beschäftigt habe.
 

Keine Bedenken bei Rasmussen


„Wir wissen nicht, was mit Jacko Irvine und Connor Metcalfe ist“, so der Coach, der die jüngsten Ausfälle als entscheidenden Faktor für den Transfer nannte. Metcalfe war in den vergangenen zwei Wochen durch Knieprobleme außer Gefecht gesetzt, während bei Irvine der im Vorjahr lädierte Fuß zwischenzeitlich erneut Sorgen machte. Er ist zwar wieder einsatzbar, aber der Vorgang zeigt, dass Vorsicht geboten ist.
 
Für das Leipzig-Spiel steht Rasmussen „definitiv“ zur Verfügung. Nach überstandenen Magen-Darm-Problemen und zwei absolvierten Trainingseinheiten gebe es keine sportlichen Bedenken. „Dann steht dem nichts im Weg, dass er morgen im Kader ist“, erklärte Blessin.
 
Gleichzeitig unterstrich er, dass der interne Konkurrenzkampf, der durch Rasmussen angeheizt wird, gewollt sei – gerade mit Blick auf die anstehenden Englischen Wochen und die Bedeutung einer belastbaren Bank. „Wenn jeder Gas gibt, erhöht es die Qualität. Außerdem können wir dadurch auch von der Bank noch mal nachlegen“ – ein Umstand, der in der Vorsaison geholfen habe.
 
Dementsprechend sieht Blessin am Dienstag durchaus sogar Spielraum für Veränderungen: „Wir werden vielleicht auch morgen mal wechseln oder durchrotieren.“ Es wird jeder Spieler gebraucht.