Matthias Ginter
SC Freiburg
Ginters Chancen steigen

Dirk Sommer

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Durch den Ausfall von Sebastian Kehl (Schulterverletzung) und Sven Bender (Operation am Innenmeniskus) steigen die Chancen von Matthias Ginter als Alternative im defensiven Mittelfeld. Der gelernte Innenverteidiger kam bereits in Freiburg häufig auf dieser Position zum Einsatz, auch beim BVB spielte er bereits gegen Schalke vor der Abwehr. In der Champions League lieferte er zudem gegen den FC Arsenal als Mittelfeldspieler eines seiner besten Spiele im Dortmunder Trikot ab.

Allerdings gibt es auch jetzt noch im Zentrum namhafte Konkurrenz für den Weltmeister: Ilkay Gündogan und Nuri Sahin scheinen derzeit prominenteste Anwärter auf die Doppel-Sechs zum Rückrundenstart. Allerdings schickte Trainer Jürgen Klopp seine beiden eher auf Ballsicherheit (Sahin) und Strategie (Gündogan) ausgerichteten Profis in der jüngsten Vergangenheit selten gemeinsam auf den Platz. Chance für Ginter?

"Er ist sicher eine Alternative", bestätigt Manager Michael Zorc dem "kicker". Gegen den zehn Millionen Euro teuren Neuzugang spricht allerdings seine bisherige Rolle im Kader: Richtig durchsetzen konnte sich der 21-Jährige bei den Schwarz-Gelben bisher nicht. Ein Umstand, den er mit den meisten Neuverpflichtungen teilt. Meist brauchen die Spieler eine Saison lang, um sich an die taktischen Vorgaben und Ansprüche von Coach Jürgen Klopp zu gewöhnen.


Statistik spricht für Ginter

Auf der anderen Seite ist die Statistik auf der Seite von Ginter: Mit 64% der gewonnen Zweikämpfe übertrifft er Sokratis (63%) und Mats Hummels (62%). Es bleibt spannend. Aufschlüsse könnte der letzte Test am Samstag gegen Zweitligist Fortuna Düsseldorf liefern.