Mio Backhaus
SV Werder Bremen
Thioune stützt Backhaus nach Patzer

Kristian Dordevic

In der Aufarbeitung der 1:2-Niederlage des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli stellte sich Daniel Thioune demonstrativ vor seinen jungen Torhüter Mio Backhaus. Obwohl dessen Patzer entscheidend zur Niederlage beitrug, erstickte der Trainer jegliche Torwartdiskussion sofort im Keim.

Thioune bezeichnete Backhaus überraschend deutlich als seinen derzeit „wichtigsten Spieler“, der in seinen ersten drei Wochen als Werder-Coach eine „tolle Performance“ abgeliefert habe und insgesamt sehr stabil sei. Zwar räumte der Coach ein, dass der Fehler „so nicht passieren darf“, weigerte sich aber entschieden, Backhaus zum Sündenbock zu machen: „Von mir kommt definitiv gar kein Vorwurf an Mio Backhaus.“

Für Thioune lag die Hauptursache für die Pleite nicht beim Keeper, sondern in der mangelnden Effizienz der gesamten Mannschaft. Werder habe es in der ersten Halbzeit versäumt, das Spiel zu „finalisieren“. Hätte man die eigenen Möglichkeiten zu zwei oder drei Toren genutzt, so Thioune, „muss man nicht über den Fehler reden.“ Mit diesem klaren Statement nimmt der Trainer den Druck von seinem Torwart und schiebt die Verantwortung dem Kollektiv zu.