Mitchell Weiser
SV Werder Bremen
Thioune bremst bei Weiser: Comeback weiter offen

Robin Meise

Mitchell Weiser arbeitet beim SV Werder Bremen weiter an seinem Comeback nach Kreuzbandriss – doch Trainer Daniel Thioune tritt bei der Rückkehr des 31-Jährigen bewusst auf die Bremse.

Der Flügelspieler hatte zuletzt in einem DAZN-Interview bereits selbst von spürbaren Fortschritten berichtet und fühlt sich nach langen Reha-Monaten wieder näher am Profi-Alltag. Weiser kommt zunehmend zurück auf den Trainingsplatz und steigert sein Pensum Schritt für Schritt.

Thioune mahnt jedoch zur Vorsicht. „Ein Kreuzbandriss ist ein Kreuzbandriss. Da habe ich von sechs bis zwölf Monaten schon alles erlebt“, erklärte der Coach. Gerade in einer Phase, in der Fortschritte sichtbar werden, sei die Gefahr groß, „zu mutig und zu euphorisch“ zu agieren.

Vorsicht statt Zeitplan


Deshalb wolle man bewusst keinen konkreten Zeitpunkt für ein Comeback festlegen. Ein zu früher Wiedereinstieg könne das Risiko für muskuläre Probleme oder Rückschläge erhöhen – ein Szenario, das die Bremer unbedingt vermeiden wollen.

Dennoch hofft auch Thioune, im Saisonendspurt noch auf Weiser zurückgreifen zu können. „Wünschenswert ist eine Rückkehr im besten Fall so zeitig wie möglich und möglichst noch in dieser Saison“, sagte der Trainer.

Gerade im Kampf um den Klassenerhalt könnte der erfahrene Außenbahnspieler für Werder noch einmal wertvoll werden. Bis dahin gilt jedoch: Geduld statt Risiko.