Mitchell Weiser
SV Werder Bremen
Weiser übt harte Kritik an Wer­der-Bos­sen

Lukas Heyer

Mitchell Weiser steht nach seinem im Juli erlittenen Kreuzbandriss kurz vor der Rückkehr auf den Rasen. Im Interview bei Sky am Rande der Partie gegen RB Leipzig gab sich der 31-Jährige optimistisch: „Ich bin auf der Zielgeraden. Nächste Woche steige ich wieder ein und hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert“. Der Rechtsaußen rechnet mit einer vollständigen Rückkehr in zwei bis drei Wochen.

Kritik an der sportlichen Führung


Deutlich kritischer äußerte sich Weiser jedoch zu seiner Zukunft und der Entwicklung des Vereins. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, und obwohl bereits Gespräche stattgefunden haben, fordert er klare „Signale“ von den Verantwortlichen. Rückblickend bezeichnete er Entscheidungen des letzten Sommers als „fragwürdig“ und „fahrlässig“.

Insbesondere die Trennung von Ex-Coach Ole Werner sowie Abgänge wichtiger Spieler stießen dem Routinier sauer auf. „Es sind Spieler gegangen, denen wir jetzt nachtrauern. Das war für mich ein wenig fahrlässig. Das müssen wir jetzt schaffen, das irgendwie aufzuarbeiten“, so Weiser im Wortlaut.

Internationale Ambitionen gefordert


Für eine Verlängerung an der Weser verlangt der Schienenspieler eine klare Perspektive über den bloßen Klassenerhalt hinaus. Er fühle sich in Bremen zwar sehr wohl, wolle aber „um etwas Großes spielen“.

„Ich finde, Werder gehört ins internationale Geschäft und da würde ich gerne dabei sein. Aber der Verein muss entscheiden, wohin er will“, stellte Weiser eine deutliche Forderung an die Bremer Chefetage.