Nadiem Amiri
1. FSV Mainz 05
Amiri vermeidet klares Mainz-Be­kenntnis

Thorben Lorenzen

Die Zukunft von Nadiem Amiri bleibt weiter ein Gesprächsthema. Nachdem zuletzt Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu RB Leipzig aufgekommen waren, hat sich der Mittelfeldspieler des 1. FSV Mainz 05 nun im Trainingslager zu seiner Situation geäußert – ein eindeutiges Bekenntnis zu den Rheinhessen vermied der 29-Jährige dabei jedoch.

„Es ist jetzt kein Thema für mich, darüber zu sprechen. Ich habe einen Vertrag bis 2028. Wie alle sehen, im Training und auch neben dem Platz, bin ich glücklich hier. Bei mir im Kopf ist aktuell nur Mainz 05“, erklärte Amiri in einer Medienrunde. Gleichzeitig schränkte er ein: „Es kann sich immer etwas verändern.“ Er wolle sich bewusst nicht frühzeitig festlegen, um die Fans am Ende nicht zu enttäuschen: „Ich bin keiner, der sagt: Ich bleibe hier – und drei Wochen später bin ich weg.“

Gerüchte halten sich weiter


Zu den Spekulationen um RB Leipzig wollte sich Amiri ebenfalls nicht näher äußern. „Das ist doch gerade gar kein Thema. Ich bin doch hier“, sagte der Nationalspieler und verwies darauf, dass sich weder Mainz, Leipzig noch er selbst öffentlich zu den Gerüchten geäußert hätten.

Der kicker leitet aus den Aussagen des Mittelfeldspielers ab, dass Amiri einem Wechsel bei einem sportlich und finanziell attraktiven Angebot grundsätzlich offen gegenüberstehen könnte. Nach Recherchen des Fachmagazins liege ihm ein solches Angebot derzeit allerdings nicht vor – auch nicht von RB Leipzig. Damit widerspricht der kicker zuletzt aufgekommenen Berichten, wonach zwischen dem Spieler und den Sachsen bereits weitgehende Einigkeit bestehen soll.

Ergänzend berichtet die Allgemeine Zeitung, dass es bislang weder einen Kontakt zwischen Mainz 05 und RB Leipzig noch einen von Amiri gegenüber den Rheinhessen geäußerten Wechselwunsch gegeben habe. Das schließe ein Interesse des Nationalspielers an einem Transfer zu den Sachsen jedoch nicht aus: Unter Berufung auf Beraterkreise schreibt die Zeitung, Amiris Wechselwunsch sei grundsätzlich stärker ausgeprägt als sein Wunsch, in Mainz zu bleiben.

Unabhängig davon wird Amiris zurückhaltende Haltung in Mainz laut kicker nicht als mangelnde Identifikation mit dem Verein gewertet. Sportvorstand Christian Heidel hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass die Verantwortlichen mit einer solchen Situation umgehen können. Solange Amiri das Trikot der 05er trage, gebe es intern keine Zweifel an seiner Einstellung und seinem Engagement.