Beim Hamburger SV herrscht vor dem Duell mit RB Leipzig (Sonntag, 19:30 Uhr) personelle Klarheit in der Defensive – und ebenso klare Kante von Trainer Merlin Polzin. Experimente wird es auf der rechten Schiene nicht geben.
Nach zuletzt wechselnden Ausfällen – Nicolás Capaldo fehlte gegen Heidenheim aufgrund seiner fünften Gelben Karte, Warmed Omari gegen Union kurzfristig angeschlagen, Luka Vušković ebenfalls wegen einer Gelbsperre zuletzt in Mainz – sind nun alle Innenverteidiger wieder einsatzbereit. Vušković wird als Abwehrchef in die Startelf zurückkehren, Jordan Torunarigha seinen Platz in der Dreierkette behalten.
Im Zuge dessen kam die Frage auf, ob Nicolás Capaldo eine Position nach vorne rücken und auf der rechten Schiene beginnen könnte – eine Rolle, die er aus Salzburg kennt. Doch Polzin erteilte dieser Idee laut Angaben der Hamburger Morgenpost eine klare Absage.
„Das Ziel ist, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Und wir werden sicherlich keine Experimente machen, um irgendwas auszuprobieren, damit alle glücklich sind und irgendwie auf dem Platz stehen – sondern es soll der Mannschaft helfen“, stellte der Coach klar. Zwar habe Capaldo sowohl im Zentrum als auch in der Innenverteidigung überzeugt und kenne die rechte Seite grundsätzlich, doch ein Umbau komme nicht infrage: „Es geht für mich nicht darum, irgendetwas umzubauen oder umzubasteln. Das wäre ein Experiment aufgrund der Tatsache, weil wir den 24. Spieltag haben und Capi es bisher noch nicht gespielt hat.“
Damit bleibt Capaldo aller Voraussicht nach in der Dreierkette gesetzt – auch wegen seiner Führungsrolle. Polzin betonte, der Argentinier sei ein „wichtiger Spieler in unserem Führungsspielerkreis“ und habe seine neue Position „unfassbar gut angenommen“.
Für den HSV ist die Marschroute klar: Stabilität statt Experimente – gerade gegen einen Gegner wie Leipzig.