Nikolas Nartey
VfB Stuttgart
„Balan­ce-Spie­ler“: Stuttgarts Pokal-Idee mit Nartey

Lukas Heyer

Nach dem Finaleinzug im DFB-Pokal hat Sebastian Hoeneß, Trainer des VfB Stuttgart, seine taktische Umstellung auf eine Dreierkette mit Maximilian Mittelstädt erläutert. Ziel war es, die torgefährlichsten Spieler der Saison gegen den SC Freiburg gemeinsam auf das Feld zu schicken. Nikolas Nartey agierte dabei im Zentrum als „Balance-Spieler“.

„Wir wollten die vier Jungs auf den Platz bringen, die in den letzten Wochen und eigentlich in der gesamten Saison für die meisten Tore unserer Mannschaft verantwortlich sind“, so der Coach über die offensive Ausrichtung mit Jamie Leweling und Chris Führich auf den Flügeln. 

Um die Stabilität trotz der vielen Offensivkräfte zu gewährleisten, vertraute Hoeneß in der Zentrale auf Nikolas Nartey als „Balance-Spieler“. Man habe gegen das starke Freiburger Mittelfeld bewusst laufstarke und disziplinierte Spieler benötigt.

In der Defensive setzte der VfB zudem auf klare Zuteilungen im hohen Pressing. Mittelstädt agierte dabei als linker Part der Kette, auch um aus der Tiefe Flankenpositionen zu hinterlaufen, während Ramon Hendriks aufgrund seiner Schnelligkeit als „perfektes Matchup“ für das Freiburger Tempo eingeplant war, auch wenn Freiburgs Derry Scherhant letztlich nicht in der Startformation stand.

Nartey könnte nun in der Bundesliga auf eine andere Art erneut für Balance sorgen, und zwar im Hinblick auf die Frische. Von den 120 Pokalminuten stand er nur die Hälfte auf dem Platz, sodass er für das Duell mit dem SV Werder Bremen mehr Körner haben könnte als der eine oder andere Mitspieler.