Pavel Kadeřábek
TSG Hoffenheim
Kadeřábeks Zeit „wird kommen“ – Gegenwart gehört Skov

Kristian Dordevic

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Wenn fit, spielt Pavel Kadeřábek. Das war in den vergangenen Jahren weitgehend die Regel bei der TSG Hoffenheim. Auch wenn zur Wahrheit gehört, dass es viele Phasen gab, in denen der Rechtsverteidiger nicht fit war. Aktuell ist körperlich alles gut – die Nummer eins auf der rechten Seite ist er dennoch nicht. Der Hauptgrund: Robert Skov.

Kadeřábek muss sich gedulden und dranbleiben. TSG-Trainer André Breitenreiter spricht dem verdienten Hoffenheimer (seit 2015 im Klub) aber Mut zu und ist überzeugt: „Auch seine Zeit wird wieder kommen.“


Breitenreiter: Skov hat es „eben auch verdient“

Im ersten Bundesligaspiel dieser Saison gehörte der Tscheche sogar noch zur Startelf. Die Partie ging aber in die Hose, es setzte eine 1:3 Niederlage gegen Gladbach. Torschütze des Ehrentreffers: Skov. In dieser Begegnung bildete Skov auf der linken Seite noch den Gegenpart zu Kadeřábek. Es war die Schwebephase des Tauschs David Raum (jetzt RB Leipzig) gegen Angeliño.

Breitenreiter hatte sodann die Idee, Skov auf seine eigentlich starke Seite zurückzubeordern, kam er doch einst als Rechtsaußen in den Kraichgau. Seither beackern Angeliño und er als Schienenspieler die jeweilige Außenbahn. Mit Erfolg: Hoffenheim fuhr drei Siege ein. Beim letzten (1:0 gegen Augsburg) war Skov als Vorlagengeber wieder entscheidend beteiligt.

„Robert hat es einfach gut gemacht“, begründete Breitenreiter am Donnerstag die Startelfentscheidung in den zurückliegenden Wochen. Nicht nur Scorer lieferte er als Argumente, sondern er „hat jederzeit sehr gut trainiert und nicht nachgelassen“. Und es sich damit „eben auch verdient“.


Kadeřábek immer mit einem Lachen dabei

Keine Entscheidung gegen Kadeřábek also, sondern für Skov. Wie der zum Einwechselspieler zurückgestufte Profi die Situation annimmt, imponiert dem TSG-Coach allerdings, das sei außergewöhnlich: „Er ist in jedem Training extrem motiviert, positiv und mit einem Lachen dabei, weil er genau verstanden hat, um was es dieses Jahr geht.“

Auch habe er jedes Mal, wenn er eingewechselt wurde, „sehr schnell ins Spiel gefunden und dazu beigetragen, dass wir gewinnen konnten“. Breitenreiter lobte: „Pavel ist für mich eine ganz wichtige Konstante in unserem Kader.“

Erst einmal aber eine Konstante in der Herausfordererrolle. Die Gegenwart gehört Skov.