Der Hamburger SV muss Stand jetzt weiterhin für zwei Meisterschaftsspiele auf Philip Otele verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wies den Einspruch des HSV gegen das ursprüngliche Strafmaß zurück.
Damit bleibt das Ausgangsurteil bestehen, das nach dem Platzverweis im Bundesliga-Spiel beim SV Werder Bremen (1:3) ausgesprochen worden war. Otele hatte in der 79. Minute die Rote Karte gesehen.
DFB sieht „rücksichtsloses Verhalten“
Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Stephan Oberholz, erklärte zur Begründung, man gehen von einem „rücksichtslosen Verhalten“ in der Situation aus. Otele habe die Gefahr seines Einsatzes mit hohem Tempo und großer Dynamik erkannt und die Gefährdung des Gegenspielers in Kauf genommen.
Zudem verwies das Sportgericht darauf, dass sich dieses Risiko realisiert und sogar zu einer Verletzung geführt habe. Auch ein erkennbarer Versuch abzubremsen oder auszuweichen, sei nicht festzustellen gewesen.
Damit muss der HSV vorerst ohne Otele auskommen. Gegen das Urteil ist noch eine Berufung vor dem DFB-Bundesgericht möglich.