Ragnar Ache hat beim 1. FC Köln eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Nach einer durchwachsenen Hinrunde und immer wiederkehrenden körperlichen Rückschlägen ist der 27-Jährige inzwischen stabil – und zahlt das Vertrauen mit starken Leistungen zurück.
Noch zu Saisonbeginn wurde der Angreifer bewusst dosiert eingesetzt. Nach seiner Verpflichtung vom 1. FC Kaiserslautern, wo er trotz 18 Treffern immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, stand zunächst der körperliche Aufbau im Fokus. Ein Plan, der sich nun auszahlt.
Geduld zahlt sich aus
Ache selbst blickt in einem kicker-Interview positiv auf diese Phase zurück: „Ich weiß nicht, ob ich in einer Verfassung wäre wie jetzt, wenn wir am Saisonbeginn nicht so gearbeitet hätten. Mich direkt voll reinzuwerfen, wäre nicht schlau gewesen.“
Inzwischen ist der Stürmer nicht nur belastbar, sondern auch gesetzt. Elf Startelfeinsätze in Folge unterstreichen seinen gestiegenen Stellenwert im Team.
Tore, Vorlagen – und viel Arbeit für die Mannschaft
Auch sportlich zeigt die Formkurve klar nach oben. Nach nur einem Treffer in der Hinrunde hat Ache seit Beginn der Rückrunde bereits sechs Tore erzielt – ein Wert, den ligaweit nur wenige Topspieler übertreffen.
Wettbewerbsübergreifend kommt er in der laufenden Saison auf acht Tore und sechs Vorlagen. Dennoch sieht sich Ache nicht als Akteur im Rampenlicht: „Teil meines Jobs ist es, Bälle zu sichern und weiterzuleiten. Die spektakulären Dinge überlasse ich dann lieber Said (El Mala) und Jakub (Kamiński).“
Gerade diese mannschaftsdienliche Spielweise sorgt jedoch dafür, dass er für das Kölner Offensivspiel unverzichtbar geworden ist.
Auf dem Weg zum Unterschiedsspieler
Dass Ache mittlerweile mehr ist als nur ein Zielspieler, zeigte er zuletzt beim 3:1-Erfolg gegen den SV Werder Bremen. Mit seinem Treffer, einer herausgeholten Roten Karte und weiteren Abschlüssen war er maßgeblich am Sieg beteiligt – auch wenn ihn ein später verursachter Elfmeter sichtbar ärgerte.
Für sein eigenes Empfinden ist er dennoch noch nicht am Limit: „Für mein Gefühl bin ich noch zu selten zu sehen“, sagt Ache – ein Hinweis darauf, dass trotz starker Zahlen noch weiteres Potenzial vorhanden ist.
Fest steht: Der Angreifer präsentiert sich aktuell so fit und konstant wie selten zuvor – und ist damit im Saisonendspurt ein entscheidender Faktor für den 1. FC Köln.