Randal Kolo Muani
1. Bundesliga
Als Kane-Ersatz: Tottenham will Kolo Muani!

Keidi Hlum

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Schlägt der vom FC Bayern München angestrebte Multimillionentransfer von Harry Kane (Tottenham Hotspur) Wellen bis nach Frankfurt? Es geht um einen möglichen Domino-Effekt, der aufseiten der Eintracht Randal Kolo Muani betrifft.

Wie der auf Transfers fokussierte Journalist Sacha Tavolieri vermeldet, ist der französische Stürmer als möglicher Kane-Ersatz das priorisierte Transferziel der Londoner.

Das Interesse sei groß und Gespräche mit der Spielerseite seien frisch angelaufen. Tavolieri will darüber hinaus wissen, dass Kolo Muani von dieser Möglichkeit angetan ist. Dabei ist Tottenham in der neuen Saison nicht in der Champions League vertreten.


Interesse von Saudi-Klub Al-Hilal erkaltet

Der 24-jährige Topscorer der Eintracht (2022/23: 40 Torbeteiligungen in 46 Pflichtspielen), der noch bis 2027 unter Vertrag steht, wird in ähnlichen Gefilden wie Kane verortet, was die Ablöse angeht. Rund 100 Millionen Euro sollen Frankfurt vorschweben. Gerne würde die SGE den Leistungsträger aber auch ein Jahr länger behalten.

Vor diesem Hintergrund dürfte es ihnen beispielsweise gefallen, dass selbst Saudi-Klub Al-Hilal angesichts dieses Größenbereichs das Ziel Kolo Muani nicht weiter verfolgt haben soll (nach anfänglichen Erkundigungen). Der Spieler hat der Sport Bild zufolge jedoch eh kein großes Interesse daran gehabt. Was bei anderen Klubs anders aussehen könnte.

Womöglich befindet sich auch Paris Saint-Germain noch darunter: Während Teile der Medien berichten, dass andere Kandidaten verfolgt werden, schreibt die Sport Bild, dass die Franzosen weiter stark interessiert sind. Auch Manchester United wird gehandelt – und jetzt eben auch die Spurs.


Der Fall Kane: Klubeigner erhöht Druck auf Daniel Levy

Tottenham muss sich dieser Tage intensiv mit einem Verkauf von Kane auseinandersetzen. Die Bayern gehen beim Torjäger in die Offensive, bereiten dem Vernehmen nach schon das dritte Angebot vor. Und Daniel Levy, Verhandlungspartner der Münchener, gerät nun womöglich etwas unter Verkaufsdruck: Wie in England Telegraph und Daily Mail übereinstimmend berichten, hat Klubeigner Joe Lewis ihm aufgetragen, Kane bei ausbleibender Verlängerung zu verkaufen.

Hintergrund: Der Vertrag des bald 30-Jährigen (* 28. Juli 1993) läuft 2024 aus. Dann wäre er ablösefrei. An einer Vertragsverlängerung ist der Spieler Berichten zufolge nicht interessiert, was letztlich also bedeutet: Tottenham kann nur noch jetzt abkassieren.

Die Engländer verorten den Preis laut Telegraph bei umgerechnet etwa 115 Millionen Euro. Ob Bayern wirklich so tief in die Tasche greift, bleibt mal abzuwarten. Die nächsten Verhandlungen sollen noch diese Woche stattfinden. Bayerns Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen bleibt deshalb in München, statt mit auf Asien-Reise zu gehen, zu der München an diesem Montag aufbricht. Vielleicht wird auch Frankfurt von nun an genauer hinschauen, wie sich die Lage zwischen dem deutschen Meister und Tottenham weiterentwickelt.