Rani Khedira hat seine internationale Zukunft geklärt. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Union Berlin ist ab sofort für die tunesische Nationalmannschaft spielberechtigt.
Tunesien bestätigte, dass das zuständige Gericht der FIFA den Verbandswechsel des 32-Jährigen offiziell genehmigt hat. Damit steht einem Debüt für die Nordafrikaner grundsätzlich nichts mehr im Wege. Bereits Ende März könnte Khedira erstmals zum Einsatz kommen, wenn Tunesien auf Haiti und Kanada trifft.
Für den defensiven Mittelfeldspieler eröffnet sich damit auch eine Perspektive auf die Weltmeisterschaft, die im kommenden Sommer in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet. In der Gruppenphase trifft Tunesien dort bereits auf Japan und die Niederlande, ein weiterer Gegner wird noch in den Playoffs ermittelt.
Khedira wurde in Stuttgart geboren, sein Vater stammt aus Tunesien – die Grundlage für den Verbandswechsel. In der Vergangenheit war der Union-Routinier bereits für Deutschland aktiv und absolvierte Einsätze von der U15 bis zur U19, kam jedoch nie für die U21 oder die A-Nationalmannschaft zum Zuge.
Für Tunesien bringt Khedira nun vor allem Erfahrung und Stabilität im zentralen Mittelfeld mit – Qualitäten, die auch bei Union Berlin seit Jahren geschätzt werden.