Romano Schmid glänzt beim SV Werder Bremen derzeit vor allem als Vorbereiter und taktischer Allrounder. Obwohl der Österreicher aus dem Spiel heraus noch auf einen eigenen Treffer wartet, zeigt sich Trainer Daniel Thioune hochzufrieden mit der Entwicklung seines Schützlings. „Er ist gut drauf. Warum warten wir darauf, dass er auf der Anzeigetafel steht?“, entgegnete der Coach auf kritische Nachfragen zur Torausbeute.
Für Thioune ist das fehlende Schussglück zweitrangig, solange Schmid als Vorlagengeber fungiert. Der Trainer verwies dabei auf die jüngsten Auftritte des Mittelfeldspielers: „Wenn er so geil vorlegt, wie er bei Marco (Grüll) den Ball reingespielt hat, oder so überragend auflegt wie bei Jovan, dann muss er für mich nicht auf die Anzeigetafel.“ Wichtiger sei dem Trainer die Beteiligung am mannschaftlichen Erfolg und Schmids Rolle im Spielaufbau.
Neben den Offensivqualitäten hob Thioune besonders die Arbeit gegen den Ball hervor. Gegen Heidenheim agierte Schmid etwa auf der Zehn, um Gegenspieler Niklas Dorsch zu neutralisieren: „Er hatte eine Balleroberung nach der anderen.“ Laut Thioune opfert sich Schmid „auch gegen den Ball auf“, was ihn defensiv wie offensiv unverzichtbar macht.
Mit aktuell sieben Torvorlagen steuert Schmid zudem auf einen persönlichen Rekord zu. Thioune sieht in dem 26-Jährigen einen der absoluten Leistungsträger der aktuellen Spielzeit: „Wenn er auf eine zweistellig Anzahl kommt, ist es wahrscheinlich seine beste Saison seit er bei Bremen ist.“ Angesichts dieser Werte und der taktischen Disziplin bleibt Schmid im System von Thioune fest gesetzt.