Beim 1. FC Köln steht Said El Mala aktuell an einem kleinen Wendepunkt seiner Entwicklung. Cheftrainer Lukas Kwasniok ordnete die Situation des Offensivtalents am Mittwoch ausführlich ein.
Der 19-jährige Linksaußen hatte vor dem Spiel gegen den SC Freiburg einige Tage wegen eines Infekts pausieren müssen, kam aber als Joker zum Zuge und befindet sich auch in der neuen Woche wieder im Trainingsbetrieb. Nun stellt sich abermals die Frage: Startelf oder Jokereinsatz?
Kwasniok sprach davon, dass El Malas steiler Aufstieg zuletzt erstmals leicht „ins Stocken geraten“ sei. Die Leistungen des Youngsters seien über Wochen hinweg „fast schon unmenschlich“ gewesen, wodurch sich zwangsläufig auch die Erwartungshaltung verändert habe. Genau hier setze man nun an, um den Spieler behutsam zu begleiten und dafür zu sorgen, dass er die Freude am Fußball nicht verliere. Ein Hype, „der so immens wird“, helfe in dieser Phase nicht.
Die richtige Dosis macht's
Der Coach machte deutlich, dass El Mala in letzter Zeit nicht mehr ganz so befreit agiert habe wie noch bis Mitte Dezember. Entsprechend gehe es nun darum, die Balance zu finden: „Jetzt begleiten wir ihn in dieser Phase und es wird auf die richtige Dosis von Startelf- und Jokereinsätzen ankommen.“ Das Leistungsprinzip gelte uneingeschränkt, eine feste Rolle gebe es nicht. Ob El Mala am Freitag beginnt oder zunächst von der Bank kommt, ließ Kwasniok offen.
Positiv aus Kölner Sicht: El Mala geht laut Kwasniok sehr reflektiert mit der Situation um. Im Trainingslager habe man darüber gesprochen. Erstmals habe der Trainer gespürt, dass der äußere Trubel den Youngster etwas beschäftige. Umso wichtiger sei nun die enge Begleitung in dieser Phase. Klar ist: Der FC setzt weiter auf El Mala – aber mit Augenmaß.