Samuel Mbangula
SV Werder Bremen
Steffen über Mbangula: „Das kann er besser“

Thorben Lorenzen

Samuel Mbangula spielte beim SV Werder Bremen zuletzt nur noch eine Nebenrolle. Trainer Horst Steffen nahm am Donnerstag auf der Pressekonferenz ausführlich Stellung zur Situation des 21-jährigen Offensivspielers, der im Sommer für 10 Millionen Euro von Juventus nach Bremen gekommen war, seinen starken Start bislang aber nicht bestätigen konnte.

In den ersten zehn Spieltagen wusste Mbangula mit drei Toren und drei Vorlagen zu überzeugen, seitdem stand er jedoch nur noch einmal in der Anfangsformation. Steffen machte deutlich, dass dies vor allem leistungsbezogene Gründe habe. „Es waren Spiele, die dazu geführt haben, dass er nicht mehr von Beginn an gespielt hat. Dazu hatte er zum Teil Einwechslungen, wo ich sage: Das kann er besser“, erklärte der Coach. Zwar verwies er auch auf Mbangulas entscheidenden Treffer gegen Wolfsburg, betonte aber zugleich: „Diese Fähigkeiten, die er hat, die will ich häufiger sehen.“

Aus Sicht des Trainers liegt der Schlüssel vor allem in der Konstanz. „Das ist der Auftrag an ihn“, so Steffen. Gemeint sei eine höhere Entschlossenheit – sowohl im Training als auch in den Einsatzminuten. „Dass wir grundsätzlich ein Talent haben und was für Fähigkeiten er hat, haben wir schon ansatzweise gesehen. Ich will es dauerhaft sehen und er muss es konstant abrufen.“

„Harry Kane arbeitet auch am Sechzehner mit“


Dabei gehe es nicht nur um offensive Aktionen. Auf Nachfrage präzisierte Steffen: „Das gilt in beide Richtungen. Allgemein ist die Entschlossenheit in Richtung Tor, was seine Stärke ist, in den Vordergrund zu stellen.“ Gleichzeitig forderte er aber auch mehr Mitarbeit gegen den Ball: „Dass ein Offensiver nur für die Offensive zuständig ist, das gibt es nicht. Wir müssen in alle Richtungen arbeiten. Ein Harry Kane verteidigt auch am eigenen Sechzehner mit.“

Mit Blick auf die taktische Einordnung zeigte Steffen auf, dass Mbangula grundsätzlich eine Option für mehrere Positionen ist. Zwar kam der Belgier bislang überwiegend über die linke Außenbahn, doch auch eine Rolle im Zentrum sei für ihn denkbar. „Er hat in der Jugend auf der Zehn gespielt, und das wurde auch in Gesprächen mit ihm klar, dass er sich im Zentrum sehr wohlfühlt“, erklärte der Werder-Coach.

Gleichzeitig ist die Konkurrenz in der aktuellen Grundordnung hoch. Für Mbangula bedeutet das vorerst Geduld – und die Aufgabe, sich über Trainingsleistung und Kurzeinsätze wieder nachhaltig anzubieten. Die Tür ist nicht geschlossen, der nächste Schritt liegt nun bei ihm.