SC Freiburg
1. Bundesliga
Tendenz Atubo­lu-Abschied: Freiburg sondiert den Markt

Robin Meise

Beim SC Freiburg deutet sich im Sommer eine wichtige Personalentscheidung zwischen den Pfosten an. Noah Atubolu (Foto) strebt laut kicker nach seiner dritten Saison als Freiburger Stammkeeper den nächsten Karriereschritt an. Da sein Vertrag 2027 ausläuft, wäre die kommende Transferperiode für den Sport-Club die letzte realistische Gelegenheit, noch eine hohe Ablöse zu erzielen.

Eine Verlängerung des Arbeitspapiers ist nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich. Dem Bericht zufolge hat die Spielerseite dem Verein signalisiert, intensiv an einem Sommerwechsel zu arbeiten.

Freiburg bereitet sich vor


Entsprechend treiben die Breisgauer die Nachfolgersuche bereits voran. Sportdirektor Klemens Hartenbach und Sportvorstand Jochen Saier sondieren dem kicker zufolge intensiv den Markt, nachdem mit Florian Müller die bisherige Nummer zwei erst kürzlich verlängert wurde. Es stehen vier bis sechs entwicklungsfähige Torhüter im Fokus des Bundesligisten.

Mehrere Kandidaten gehandelt


Zu den gehandelten Namen zählen laut dem Bericht Kjell Scherpen (26) von Union Saint-Gilloise, Mio Backhaus (22) vom SV Werder Bremen, Dennis Seimen (20), aktuell vom VfB Stuttgart an den SC Paderborn verliehen, sowie Nahuel Noll (23), der von der TSG Hoffenheim an Hannover 96 ausgeliehen ist.

Einen klaren Favoriten soll es bislang nicht geben. Freiburg will damit vermeiden, sich in den anstehenden Verhandlungen um Atubolu frühzeitig in eine schlechtere Position zu bringen.

Hohe Hürde bei Ablöse


Die Lage gilt als komplex. Einerseits läuft Atubolus Vertrag nur noch ein Jahr, andererseits strebt Freiburg laut dem Bericht dennoch eine marktgerechte Summe im Bereich von rund 20 Millionen Euro an.

Konkrete Angebote sollen bislang allerdings nicht vorliegen. Als Wunschziel des Keepers gilt die Premier League, zudem wird über Interesse der AC Mailand spekuliert.

Fokus zunächst auf Pokal


Ein schneller Abschluss zeichnet sich daher nicht ab. Zunächst liegt der Fokus sowieso auf dem sportlichen Endspurt – beginnend mit dem DFB-Pokal-Halbfinale beim VfB Stuttgart. Dort wird voraussichtlich Florian Müller wie in dieser Pokalsaison gewohnt zwischen den Pfosten stehen.

Im Hintergrund laufen die Planungen jedoch bereits auf Hochtouren. Freiburg muss sich aller Voraussicht nach auf einen Torwartwechsel im Sommer einstellen.