Dass Serge Gnabry im Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg überraschend über 90 Minuten auf der Bank saß, hatte einen einfachen Grund. Cheftrainer Vincent Kompany klärte die Situation vor dem anstehenden Duell des FC Bayern München beim 1. FC Köln (Mittwoch, 20:30 Uhr) auf.
Gnabry war am vergangenen Wochenende gesundheitlich angeschlagen. Ein Einsatz kam daher nicht infrage. „Serge war krank, deswegen ist er nicht reingekommen“, erklärte Kompany und ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Was passieren muss, damit er wieder spielt, ist, dass er aufhören muss, zu husten.“ Entsprechend gehe es weniger um sportliche Gründe als um die vollständige Genesung des Offensivmannes.
Grundsätzlich genießt Gnabry weiterhin großes Vertrauen. Kompany verwies darauf, dass der 30-Jährige in dieser Saison bereits viel Qualität gezeigt habe – unabhängig davon, ob er auf dem linken oder rechten Flügel oder auf der Zehn eingesetzt werde. Seine Tore und Leistungen seien präsent, eine grundsätzliche Rollenfrage stelle sich daher nicht. „Bei Serge ist es eher eine Frage, wann er fit ist“, so der Bayern-Coach.
Die aktuelle Stammplatzsituation von Michael Olise und Luis Díaz ordnete Kompany pragmatisch ein. In der intensiven Phase werde jeder Spieler Pausen benötigen – unabhängig vom Namen. Auch Akteure wie Raphaël Guerreiro hätten immer wieder ihre Rolle gespielt und zur Offensivstärke beigetragen. Mit Blick auf die Rückkehr weiterer Optionen wie Jamal Musiala oder Nicolas Jackson (Afrika-Cup) wird die Rotation in den kommenden Wochen eher noch zunehmen.