Die zuletzt aufgekommenen Spekulationen um Serhou Guirassy und einen möglichen Wechsel zu Fenerbahçe Istanbul haben bei Borussia Dortmund für Aufmerksamkeit gesorgt. Hintergrund sind öffentliche Aussagen aus dem Präsidentschaftswahlkampf des türkischen Traditionsklubs, in denen der BVB-Stürmer offensiv als möglicher Transfer angekündigt wurde.
Nun hat Dortmunds Geschäftsführer Lars Ricken deutlich Stellung bezogen und einen Abschied des 30-Jährigen zurückgewiesen.
Ricken räumt mit Spekulationen auf
„Uns liegt kein Angebot für Serhou vor“, erklärte Ricken gegenüber der WAZ. Gleichzeitig machte der BVB-Boss deutlich, dass die Schwarzgelben keinerlei Absicht einer Trennung verfolgen: „Wir haben auch nicht vor ihn abzugeben. Er hat seinen Wert für Borussia Dortmund in den vergangenen beiden Spielzeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“
Tatsächlich entwickelte sich Guirassy seit seinem Wechsel zu einem der wichtigsten Offensivspieler der Dortmunder. In seinen ersten beiden Spielzeiten war der Stürmer an insgesamt 75 Treffern direkt beteiligt und erzielte selbst 60 Tore.
Fenerbahce wirbt öffentlich um Guirassy
Besonders Hakan Safi hat zuletzt für Aufsehen gesorgt. Der Präsidentschaftskandidat sprach sogar bereits von einem Treffen mit der Spielerseite und kündigte weitere Gespräche an. Zudem kursieren Berichte über eine angebliche mündliche Einigung zwischen Guirassy und dem türkischen Traditionsklub.
BVB wohl nur bei Mega-Angebot gesprächsbereit
Auch Sportdirektor Ole Book hatte zuletzt betont, wie wichtig Guirassy für die Dortmunder Planungen sei. „Mit seinen Toren ist er sehr, sehr wichtig. Es ist also nicht unser Plan zu sagen, dass wir ihn abgeben wollen“, erklärte der 43-Jährige. Kategorisch ausschließen wollte der BVB einen Verkauf allerdings nicht. „Wenn außergewöhnliche Angebote eingehen, wird man darüber nachdenken“, sagte Book weiter.
Guirassy selbst will sich dem Vernehmen nach verändern und strebt einen Wechsel an. Nach Angaben der Ruhr Nachrichten soll der BVB bereits im vergangenen Sommer mit einer möglichen Nachfolgeplanung beschäftigt gewesen sein.
Für Borussia Dortmund spricht allerdings, dass die Ausstiegsklausel des Stürmers (35 Millionen Euro) für Klubs aus der Türkei nicht gelten soll, sondern nur für ausgewählte Topvereine. Entsprechend könnten die Schwarzgelben in diesem Fall die Ablöse frei verhandeln und wären in einer starken Position.